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Rauch im Cockpit von SWISS A340

Ein A340 von SWISS im Landeanflug, Symbolbild - Foto: GF / Austrian Wings Media Crew

Wegen eines technischen Problems musste ein A340 von SWISS eine außerplanmäßige Landung durchführen.

Ein A340-300 der SWISS, Kennung HB-JMD, startete am 18. Juni in Zürich und sollte als Flug LX 188 nach Shanghai fliegen. Laut einem Bericht des "Aviation Herald" befanden sich 215 Passagiere an Bord. Während des Steigfluges meldeten die Piloten in einer Höhe von 25.000 Fuß plötzlich Rauch im Cockpit. Da sich der Vierstrahler zu diesem Zeitpunkt nur noch etwas weniger als 200 Kilometer südlich von München befand, entschied sich die Crew dazu, auf dem Flughafen der bayrischen Landeshauptstadt zu landen. Verletzt wurde niemand.

Gestern teilte die Airline mit, dass es in Cockpit und Kabine eine leichte Rauchentwicklung gegeben habe, die auf einen Defekt in der Klimaanlage zurückzuführen gewesen sei.

"High level emergency”
Feuer und Rauch zählen zu den gefährlichsten Zwischenfällen an Bord von Verkehrsflugzeugen und werden deshalb von den Crews präventiv immer als “High level emergency” behandelt, auch wenn sich danach herausstellen sollte, dass die Problematik harmlos war. Eine sofortige Landung ist das Standardverfahren, sofern die Quelle des Rauches nicht umgehend lokalisiert und ausgeschaltet werden kann.

Im Jahr 1987 verunglückte eine Boeing 747-244B Combi von South African Airways, nachdem an Bord aus bis heute ungeklärter Ursache ein Brand ausgebrochen war, alle 159 Insassen starben. Am 2. September 1998 stürzte eine MD-11 der Swissair vor Halifax in den Atlantik, nachdem ein Feuer zu einem Totalausfall aller Instrumente führte und ins Cockpit eingedrungen war – alle 229 Menschen an Bord fanden den Tod, dieser Absturz ist bis heute das schwerste Unglück in der Geschichte der Schweizer Luftfahrt.

(red)