Der am 6. Jänner 1922 geborene Hugo Broch wurde zum Jagdflieger ausgebildet und führte an der Ostfront 324 Feindflüge durch, bei denen er 81 bestätigte Luftsiege errang. Nach seinem 79. Luftsieg wurde ihm kurz vor Kriegsende am 12. März 1945 das sogenannte "Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes" verliehen, eine Auszeichnung, die für "besondere Tapferkeit" vergeben wurde. Insgesamt wurde dieser Orden laut der Homepage des "Deutschen Historischen Museums" während des gesamten Krieges nur 7.313 Mal verliehen.
Bei Kriegsende geriet Broch in britische Gefangenschaft, aus der er nach 80 Tagen entlassen wurde. Im späteren Zivilleben war er bis zu seiner Pensionierung Angestellter bei Agfa.
2017, im Alter von 95 Jahren, luden die Briten Bloch ein, als Passagier in einer zweisitzigen Spitfire (Tr.9 MJ627) zu fliegen. Sogar die britische BBC berichtete über dieses besondere Ereignis. Sowohl die Spitfire als auch die Hurricane genießen in Fliegerkreisen, und hier ganz besonders in Großbritannien, Legendenstatus. Denn diese beiden Flugzeuge und ihre unerschrocken kämpfenden Piloten (darunter viele Freiwillige aus den von Nazi-Deutschland besetzten Ländern Europas) trugen die Hauptlast, als die Briten im Zweiten Weltkrieg in der Luftschlacht um England den Versuch des verbrecherischen Nazi-Regimes, die britische Insel zu besetzen, erfolgreich abwehrten. Im Jahr 1969 setzte kanadisch-jüdische Filmproduzent Harry Saltzman (bekannt geworden durch die James Bond Filmreihe) diesen heroischen Verteidigern Großbritanniens gegen den Nazi-Terror mit seinem Film "Die Luftschlacht um England" ein filmisches Denkmal.
Nach seinem Mitflug 2017 bezeichnete Broch die Spitfire als "wunderbare Maschine" und schwärmte von der Schönheit des Fliegens. Luftfahrt-Enthusiasten können gegen Bezahlung ebenfalls in diesem historischen Warbird abheben.

Hugo Broch war laut öffentlich verfügbaren Quellen der letzte noch lebende Träger der Tapferkeitsauszeichnung "Ritterkreuz".
(red)