1976 von Hans-Jörg Stöckl (späterer Chefpilot von Lauda Air) gegründet, bot Montana Austria Langstrecken-Linienflüge und Charteroperationen mit drei Boeing 707 an, wie im 2024 erschienen Buch "Montana Austria - Österreichs vergessener Langstrecken-Pionier" von Austrian Wings Urgestein Patrick Huber detailliert nachzulesen ist. In Österreich ist das Buch unter anderem im Falter Shop als Soft- oder Hardcover erhältlich. Außerdem kann es unter Angabe der ISBN in jeder Buchhandlung bestellt werden.

Nachdem die Besatzung einer 707 der Montana 1981 in den USA mit illegalen Waffen erwischt worden war, beschlagnahmten die USA die Maschine und verhafteten die Crew. Das war das Ende der damals schon finanziell angeschlagenen Montana Austria. Ein 2016 von der ehemaligen Montana-Flugbegleiterin Ira Knechtel verfasstes Buch steht laut Angaben der Autorin vor einer Neuauflage. Das Interesse an Montana Austria ist ungebrochen, vor allem jüngere Menschen sind fasziniert, wenn sie das erste Mal von dieser Fluggesellschaft hören.
Buchautor und Flugkapitän Gerhard Gruber, der seit einiger Zeit ebenfalls an einem Buch über Montana Austria arbeitet (Erscheinungsdatum voraussichtlich 2027), weiß zum Ende der Airline heute auf Social Media zu berichten: "Am 23. Juli 2026 jährt sich zum 45. Mal der Widerruf der Beförderungsbewilligung – das Ereignis war der schwärzeste Tag in der Geschichte der Montana Austria. Bis heute ist dieser Tag das Ende einer Ära in der österreichischen Luftfahrt. Einige Tage danach bekam Dieter Haring vom technischen Leiter Hanns Pekarek den Auftrag, den Schriftzug „Montana Austria“ auf den Flugzeugen mit Spraydosen zu übersprühen. Es war mehr als eine einfache Handlung – es war ein symbolischer Schlussstrich unter dem Bestehen der bereits im Konkurs befindlichen Firma."
Besagter Hanns Pekarek leitete später die Lauda Air Technik und warnte Niki Lauda wiederholt davor, dass die Wartung der Flugzeuge unter dem Druck des Lauda Air Managements nicht mehr sicher sei. Als Niki Lauda die Warnungen Pekareks in den Wind schlug, verließ er die Airline und erteilte der eigenen Familie Flugverbot aus Sorge vor einem Absturz. Acht Monate danach stürzte die Lauda Air Boeing "Mozart" ab, nachdem Lauda Air sie trotz Defekten an der Schubumkehr weiterbetrieben hatte, rechtswidrig wie ein Gutachter im Auftrag der Staatsanwaltschaft Wien feststellte. Denn die am 26. Mai 1991 abgestürzte OE-LAV "Mozart" seit Jänner 1991 gar nicht mehr abheben dürfen. Im Nachgang der Katastrophe vernichtete Lauda Air unter der Verantwortung von Pekareks Nachfolger offenbar zahlreiche belastende Akten zum Unglücksflugzeug. Dieser Mann ist heute noch in führender Verantwortung bei einem österreichischen Luftfahrtunternehmen tätig und wurde für seine Rolle beim Absturz der "Mozart" niemals juristisch belangt - ebensowenig wie Airlinechef Niki Lauda selbst. Angehörige der Opfer können die Akten dazu allerdings beim Landesgericht Wien einsehen.
(red, CvD)