Österreich

Gewerkschaft vida: Entscheidung gegen dritte Airportpiste in Schwechat völlig unverständlich

Anflug auf den Flughafen Wien, Symbolbild - Foto: Huber / Austrian Wings Media Crew

vida-Schwarcz: „Schwerer Schlag für Jobmotor Flughafen“.

„Mit Unverständnis nehmen wir die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts, den Antrag zur Errichtung der dritten Start- und Landepiste am Vienna International Airport abzuweisen, zur Kenntnis“, so Johannes Schwarcz, Vorsitzender des Fachbereichs Luftfahrt in der Gewerkschaft vida. „Dass hier dem Flughafen als Jobmotor schwerer Schaden zugefügt wird, steht außer Zweifel“, so der Gewerkschafter. „Eine weitere Piste hätte einen Turbo für die Beschäftigung am Flughafen aber auch den Tourismus in unserem Land bedeutet. Warum diesen Entwicklungen ein Riegel vorgeschoben wird, kann ich nicht verstehen. Jetzt reiben sich Flughäfen im angrenzenden Ausland die Hände und freuen sich über zusätzliches Geschäft!“, so Schwarcz. Er verweist auf das stetig steigende Passagieraufkommen am Flughafen Wien und hofft, dass der Verwaltungsgerichtshof gegen die Entscheidung vorgeht.

Nach Ticketsteuer-Halbierung muss rascher Flottenausbau der AUA her
Rückenwind für den Flughafen Wien erwartet sich Schwarcz durch die Halbierung der Ticketsteuer: „Die Senkung dieser Abgabe ist eine Chance für den Standort Wien. Wir werden ganz genau darauf achten, dass die Ersparnisse aus der Ticketabgabe nicht als Bonuszahlungen auf den Konten der Airline-Vorstände landen, sondern tatsächlich in den Standort fließen.“ Nachdem die österreichische Regierung gezeigt hat, dass sie bereit ist, Schritte zu ergreifen, um den Standort zu stärken, ist für den vida-Gewerkschafter jetzt die Lufthansa gefordert, in die AUA zu investieren: „Es muss jetzt endlich ein klares Bekenntnis zum Ausbau der Langstrecke her. Ich brauche die Chefetage wohl nicht daran zu erinnern, dass es etwa im Bereich Cockpit bei den KV-Verhandlungen eine Nulllohnrunde gegeben hat. Hintergrund waren vereinbarte Investitionen im Langstreckenbereich. Es kann nicht sein, immer wieder vom Personal, der Politik, den Steuerzahlern und den Zulieferern Zugeständnisse zu fordern, aber selbst nicht in der Lage zu sein, sich an Vereinbarungen zu halten und zu liefern!“

Beeindruckende Leistung der Beschäftigten
Dass die AUA als Premium-Airline immer beliebter wird, beweisen für Schwarcz die jüngsten Passagierzahlen: „Der Aufwärtstrend zeigt, dass das Führungsteam der AUA auf einem guten, positiven Weg ist. Außer Zweifel steht für mich, dass es auch den beeindruckenden Leistungen der MitarbeiterInnen am Boden und in der Kabine zu verdanken ist, dass die AUA eine derart gute Performance hinlegt. Die Kolleginnen und Kollegen setzen sich mit voller Energie, Verlässlichkeit, Genauigkeit und höchster Kompetenz tagtäglich für die Kunden ein. Sie leisten einen hervorragenden Job und sichern so den wirtschaftlichen Erfolg der AUA!“

(red / Gewerkschaft Vida via APA-OTS)