Österreich

Brandgeruch im Cockpit: Notlandung von EasyJet A320neo in Friedrichshafen

Symbolbild Rauch im Cockpit eines A320 - Foto: Huber / Austrian Wings Media Crew

An Bord einer EasyJet-Maschine trat auf dem Flug nach Innsbruck Brandgeruch im Cockpit auf.

Mit 146 Passagieren und 4 Besatzungsmitgliedern befand sich der A320neo, G-UZHR, der britischen Billigfluggesellschaft am 22. Jänner 2022 auf dem Weg von London Gatwick nach Innsbruck. Während des Sinkfluges entschieden sich die Piloten aufgrund des schlechten Wetters in Innsbruck nach Friedrichshafen auszuweichen.

Rund 15 Minuten vor der geplanten Landung in Friedrichshafen meldete die Crew Rauch im Cockpit und forderte die Flughafenfeuerwehr zur Landung an. Nach der Landung inspizierten Einsatzkräfte das Flugzeug, konnten jedoch keine Ursache für den Rauch entdecken. Die Passagiere wurden mittels Bus nach Innsbruck transferiert.

"High level emergency”
Feuer und Rauch sowie der Verdacht darauf zählen zu den gefährlichsten Zwischenfällen an Bord von Verkehrsflugzeugen und werden deshalb als “High level emergency” behandelt. Eine sofortige Landung ist das Standardverfahren, sofern die Quelle des (vermuteten) Rauches nicht umgehend lokalisiert und ausgeschaltet werden kann.

Im Jahr 1987 verunglückte eine Boeing 747-244B Combi von South African Airways, nachdem an Bord aus bis heute ungeklärter Ursache ein Brand ausgebrochen war, alle 159 Insassen starben. Am 2. September 1998 stürzte eine MD-11 der Swissair vor Halifax in den Atlantik, nachdem ein Feuer zu einem Totalausfall aller Instrumente führte und ins Cockpit eingedrungen war – alle 229 Menschen an Bord fanden den Tod, dieser Absturz ist bis heute das schwerste Unglück in der Geschichte der Schweizer Luftfahrt.

(red)