International

Rauch im Cockpit auf Condor Flug

Symbolbild Rauch im Airbus-Cockpit, hier eine Aufnahme aus einem Flugsimulator - Foto: Huber / Austrian Wings Media Crew

A330 musste außerplanmäßig in Shannon zwischenlanden.

Am 6. Februar befand sich der Airbus A330-200, G-TCCF, der Thomas Cook als Condor Flug DE 2116 auf dem Weg von Frankfurt am Main nach Cancun. Laut dem "Aviation Herald" befanden sich 337 Personen an Bord der Maschine. Rund 880 nautische Meilen westlich von Irland erklärten die Piloten über Funk eine Luftnotlage aufgrund von Rauch im Cockpit, wendeten und nahmen Kurs auf das irische Shannon. Rund zwei Stunden nach dem Auftreten der Probleme landete die Maschine sicher in Irland.

Vier Mitglieder der Kabinenbesatzung ein Passagier wurden ins Krankenhaus eingeliefert und dort wegen Rauchgasvergiftung behandelt. Als Ursache nannte die Airline eine nicht näher spezifizierte Flüssigkeit, die mit elektronischen Systemen des Jets in Kontakt gekommen sei und zur Rauchentwicklung geführt habe.

"High level emergency”
Feuer und Rauch zählen zu den gefährlichsten Zwischenfällen an Bord von Verkehrsflugzeugen und werden deshalb als “High level emergency” behandelt. Eine sofortige Landung ist das Standardverfahren, sofern die Quelle des Rauches nicht umgehend lokalisiert und ausgeschaltet werden kann.

Im Jahr 1987 verunglückte eine Boeing 747-244B Combi von South African Airways, nachdem an Bord aus bis heute ungeklärter Ursache ein Brand ausgebrochen war, alle 159 Insassen starben. Am 2. September 1998 stürzte eine MD-11 der Swissair vor Halifax in den Atlantik, nachdem ein Feuer zu einem Totalausfall aller Instrumente führte und ins Cockpit eingedrungen war – alle 229 Menschen an Bord fanden den Tod, dieser Absturz ist bis heute das schwerste Unglück in der Geschichte der Schweizer Luftfahrt.

(red)