Österreich

Brandgeruch in Cockpit und Kabine zwang A320 der AUA zu Ausweichlandung in Bukarest

Die betroffene Maschine - Foto: Huber / Austrian Wings Media Crew

Am 8. Mai kam es zu einem erheblichen technischen Zwischenfall auf dem AUA-Flug von Larnaca nach Wien.

Der Airbus A320 mit der Kennung OE-LBY befand sich als Flug OS 836 auf dem Weg von Larnaca nach Wien. In einer Flughöhe von 36.000 Fuß im rumänischen Luftraum meldeten sich die Piloten bei der Flugsicherung und baten aufgrund technischer Probleme um die Genehmigung zur sofortigen Landung in Bukarest. Zwar erklärte die Crew laut einem Bericht des "Aviation Herald" keine Luftnotlage, allerdings hätten einige Kabel gebrannt, zudem sei der Brandgeruch in Cockpit und Kabine deutlich wahrnehmbar gewesen.

25 Minuten später setzte der Zweistrahler sicher auf dem Flughafen Bukarest auf, verletzt wurde niemand. Nach rund fünfeinhalbstündigem Aufenthalt in der rumänischen Hauptstadt wurde die Maschine nach Wien überstellt.

AUA-Sprecherin Sandra Bijelic bestätigte den Vorfall und erklärte gegenüber unserer Redaktion: "Wie sich herausstellte, war ein Kühlventilator defekt, der eine Geruchsentwicklung verursacht hat. Die Passagiere konnten das Flugzeug normal verlassen und waren zu keiner Zeit in Gefahr. Sie wurden vor Ort auf andere Verbindungen umgebucht."

"High level emergency”
Feuer und Rauch zählen zu den gefährlichsten Zwischenfällen an Bord von Verkehrsflugzeugen und werden deshalb von den Crews präventiv immer als “High level emergency” behandelt, auch wenn sich danach herausstellen sollte, dass die Problematik harmlos war. Eine sofortige Landung ist das Standardverfahren, sofern die Quelle des Rauches nicht umgehend lokalisiert und ausgeschaltet werden kann.

Im Jahr 1987 verunglückte eine Boeing 747-244B Combi von South African Airways, nachdem an Bord aus bis heute ungeklärter Ursache ein Brand ausgebrochen war, alle 159 Insassen starben. Am 2. September 1998 stürzte eine MD-11 der Swissair vor Halifax in den Atlantik, nachdem ein Feuer zu einem Totalausfall aller Instrumente führte und ins Cockpit eingedrungen war – alle 229 Menschen an Bord fanden den Tod, dieser Absturz ist bis heute das schwerste Unglück in der Geschichte der Schweizer Luftfahrt.

(red)