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Abschuss ukrainischer 737 durch Iran: Piloten nach erstem Treffer noch am Leben

Die Unglücksmaschine bei einem früheren Besuch in Wien - Foto: GF / Austrian Wings Media Crew

Neue Details gibt es zum Abschuss einer ukrainischen Boeing 737-800 durch den Iran am 8. Jänner dieses Jahres.

Alle 176 Insassen starben, als die Boeing 737-800, UR-PSR, der Ukraine International am 8. Jänner dieses Jahres kurz nach dem Start in Teheran von der iranischen Luftabwehr abgeschossen wurde. Zwei Boden-Luft-Raketen hatten den Jet im Abstand im Abstand von 25 Sekunden getroffen.

Die iranische Regierung hatte zunächst öffentlich gelogen und einen Abschuss abgestritten. Erst aufgrund erdrückender Beweise räumte das radikal-islamische Regime in Teheran seine Verantwortung ein, weigerte sich aber danach noch monatelang, die beiden Flugdatenschreiber der Unglücksmaschine an internationale Experten zu übergeben. Erst kürzlich konnten die Daten ausgelesen werden.

Gestern gab der Iran offiziell bekannt, dass auf dem Cockpit Voice Recorder zu hören ist, wie einer der Piloten im Cockpit nach dem ersten Treffer mit seinem Kollegen spricht. Auch beide Triebwerke seien zu diesem Zeitpunkt noch gelaufen. Das lässt den Schluss zu, dass zumindest der Großteil der Insassen des Flugzeuges nach dem Treffer der ersten Rakete noch am Leben war. 19 Sekunden später hätten sowohl der Cockpit Voice Recorder als auch der Flight Data Recorder den Dienst versagt. Weitere sechs Sekunden später schlug die zweite von der iranische Luftabwehr abgefeuerte Rakete in die Maschine ein und brachte den Jet zum Absturz.

(red)