Österreich

Neuer "burgenländischer" Notarzthubschrauber startet seit heute von Wiener Neustadt aus

Der neue Notarzthubschrauber für das Burgenland beim Start auf seinem interimistischen Stützpunkt in Wiener Neustadt - Foto: www.der-rasende-reporter.info

Weil es aufgrund von Querelen in der eigentlich für den Stützpunkt vorgesehenen Gemeinde und dem von der SPÖ Burgenland zu verantwortenden Chaos bei der Betreibersuche noch immer keinen Standort für den neuen burgenländischen Notarzthubschrauber Christophorus 18 gibt (er sollte eigentlich seit mehreren Jahren in der Luft sein), hat der ÖAMTC kürzlich - wie berichtet - gemeinsam mit dem Land Burgenland eine Zwischenlösung etabliert - und hebt seit heute mit einem weiteren Christophorus-Notarzthubschrauber von Wiener Neustadt aus ab, um primär das nördliche Burgenland zu versorgen.

Die moderne Maschine des Typs Airbus Helicopters H135 ist auf dem Flugplatz Wiener Neustadt Ost in der Nähe des Flugrettungszentrums Ost stationiert. Auch wenn der Name schon auf dem Rumpf prangt - formaljuristisch handelt es sich dabei allerdings noch nicht um Christophorus 18 (weil er eben noch nicht gemäß der Ausschreibung vom Burgenland aus abhebt), faktisch jedoch ist das primäre Einsatzgebiet des Helikopters das nördliche Burgenland.

Indes wurde Frauenkirchen als möglicher finaler Standort des neuen Stützpunktes ins Spiel gebracht, wie das Land Burgenland in einer Presseaussendung mitteilte. Der Gemeinderat habe bereits einen Beschluss gefasst, ein entsprechendes Grundstück zur Verfügung zu stellen.

Einer Naturverträglichkeitsprüfung beziehungsweise einem Screening sieht man positiv entgegen. Frauenkirchens Bürgermeister Hannes Schmid: „Wir gehen davon aus, dass dieser Standort allen behördlichen Verfahren standhält. Mit der Finalisierung des Stützpunkts in unserer Gemeinde wird ein unverzichtbarer Baustein für die medizinische Notfallversorgung der gesamten Region gelegt. Wir stehen zu 100 Prozent hinter dem Projekt, weil es auch Frauenkirchen als Standort der Gesundheitsversorgung weiter stärkt.“ Der Abstand vom angebotenen Areal zum nächsten bewohnten Gebiet betrage circa 1,5 Kilometer, es sei daher von keiner zusätzlichen Lärmentwicklung für die Bevölkerung auszugehen, so der Bürgermeister. 

Sobald der Standort fix ist, kann der ÖAMTC mit der Errichtung der Infrastruktur (Hangar, Crewräume, Tankstelle ...) beginnen. Nach Abschluss der Bauarbeiten wird dann der derzeit noch in Wiener Neustadt stationierte Notarzthubschrauber auf diesen Stützpunkt übersiedeln und dann endlich offiziell als Christophorus 18 abheben. Primäres Einsatzgebiet wird das nördliche Burgenland sein (das derzeit von Christophorus 9 aus Wien und Christophorus 3 sowie Christophorus 33 - beide Wiener Neustadt - mit abgedeckt wird), aber auch Einsätze in Niederösterreich oder Wien sind möglich.

(red)