Aus dem Passagierverkehr ist der ikonische Jumob Jet schon weitgehend verschwunden. Im vergangenen Jahr flogen weltweit gerade einmal noch 5 Fluglinien die 747 im Passagierdienst. Die Boeing 747-100 und 747-200 sowie 747-300 sind generell nicht mehr im regulären Passagierdienst anzutreffen, vereinzelt fliegen sie noch als Frachter. Die letzten bedeutenden Jumbo-Varianten, die noch im Einsatz stehen sind die 747-400 und die 747-8.





Die Challenge Group, ein israelisches Luftfrachtunternehmen mit Tochtergesellschaften in Belgien und Malta, betreibt fünf Boeing 747-400 Frachter. Eine dieser Maschinen wurde am vergangenen Sonntag für eine Rotation zum slowakischen Hauptstadtflughafen Stefanik eingesetzt.





Es handelte sich um die 1994 ursprünglich an Singapore Airlines ausgelieferte Boeing 747-412F mit der Kennung 4X-ICK ((msn 26563, l/n 1036), die von vier Pratt & Whitney PW4056 Turbinen angetrieben wird. Das PW4056 kommt neben der Boeing 747-400 auch an der Boeing 767 zum Einsatz. Es ist etwas leistungsschwächer (aber ansonsten identisch) als das PW4060. Die allererste in Österreich zugelassene Boeing 767-300ER, die OE-LAU, "Johann Strauss" der Lauda Air, hatte das PW4056, während die zweite Maschine, die OE-LAV "Mozart", die am 26. Mai 1991 über Thailand abstürzte, das stärkere PW4060 hatte. An der Boeing 747-400 liefert das PW4056 56.750 lbs Startleistung.





Die 4X-ICK flog zunächst in der Nacht von 14. auf 15. Februar von New York nach Tel Aviv. Nach rund 8 Stunden Bodenstandzeit hob der Frachter dann mit Ziel Pressburg/Bratislava ab, wo er um 10:38 bei starkem Wind auf der Piste 31 landete - nur wenige Minuten nach Ankunft eines anderen "Specials", einer C-32A der US Air Force. Die Abfertigung der Fracht und die Betankung nahmen gut 4 Stunden in Anspruch, dann startete der Jumbo wieder und flog zunächst ins israelische Beersheba. Dort hatte die 747 erneut rund 4 Stunden Bodenstandzeit, ehe sie nach Tel Aviv zurückkehrte.



Text & Fotos: Patrick Huber