Die Tecnam P2002-JF, OE-CLJ, der Salzburger Flugschule Skygate Aviation Academy war am Mittwoch, den 26. August 2026, gegen 11:24 Uhr vom Radar verschwunden. Indizien deuten darauf hin, dass der Unfall möglicherweise durch Trudeln verursacht worden sein könnte. Am Montag, 31. August 2026, konnte das Wrack mit den beiden Insassen endlich aus knapp 170 Metern Tiefe geborgen werden. Seither arbeiten Experten der Staatsanwaltschaft Wels und der Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes an der Untersuchung dieses Unglücks, das zwei junge Menschen auf so tragische Art und Weise aus dem Leben gerissen hat.
Abschlussbericht soll innerhalb eines Jahres veröffentlicht werden
Die Frage, die viele Menschen im Land beschäftigt ist, wie lange es dauern wird, bis es einen Abschlussbericht gibt. Die Internationale Zivilluftfahrtorganisation ICAO fordert einen ersten Zwischenbericht innerhalb von 30 Tagen und einen Abschlussbericht so rasch wie möglich, empfiehlt gleichzeitig eine maximale Untersuchungsdauer von einem Jahr.
In der Vergangenheit wurden diese Vorgaben/Empfehlungen in Österreich kaum eingehalten (teilweise dauert es mehr als 15 Jahre, ehe ein Abschlussbericht veröffentlicht wurde; der Rechnungshof kritisierte die SUB unter anderem deshalb wiederholt scharf), doch in den vergangenen Jahren hat sich in der SUB erfreulicherweise sehr viel verbessert. Die Bearbeitungsdauer verkürzte sich enorm. Dabei ist anzumerken, dass es Aufgabe der Politik ist, die SUB mit den erforderlichen materiellen und personellen Ressourcen so aufzustellen, dass die Vorgaben/Empfehlungen der ICAO auch erfüllt werden können. In der Vergangenheit war dies ganz offensichtlich nicht immer der Fall.
Wie die SUB auf Anfrage von Austrian Wings mitteilte, sei man "bemüht", den Abschlussbericht zum Absturz der OE-CLJ in den Attersee "im empfohlenen Zeitraum (binnen eines Jahres) zu veröffentlichen". Gleichzeitig verwies die SUB darauf, dass der aktuell "älteste in Bearbeitung befndliche Fall" aus dem "Oktober 2023" stamme, also knapp zwei Jahre alt sei. Aktuell befinde sich das Wrack der OE-CLJ in der Sicherstellungshalle der SUB.
"Die weiteren Untersuchungsschritte werden vom Untersuchungsleiter der SUB mit dem vom Gericht bestellten Sachverständigen koordiniert. Die SUB war mit zwei Untersuchungsbeauftragten vor Ort. Im Bedarfsfall wird die SUB externe Experten beiziehen und das Untersuchungsteam durch weitere Untersuchungsbeauftragte erweitern", so ein Sprecher der SUB auf Anfrage von Austrian Wings.
Text: Patrick Huber