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Air Baltic ist pleite - Flugbetrieb soll vorerst weiterlaufen

Symbolbild Air Baltic - Foto: www.der-rasende-reporter.info

Die lettische Fluggesellschaft Air Baltic hat in den USA Insolvenz nach Chapter 11 beantragt. So will sie den Flugbetrieb während der Restrukturierung fortführen.

Russlands Angriffskrieg auf die Ukraine, horrend gestiegende Kerosinkosten durch militärische Konflikte im Nahen Osten, unrentable Strecken - all das war am Ende zu viel für die kleine Air Baltic aus Riga. Obwohl die Lufthansa an dem Unternehmen beteiligt ist und es in Form von Wetlease-Verträgen mit Aufträgen versorgt, kann Air Baltic so nicht mehr weitermachen. Die Airline ist wirtschaftlich am Ende. Deshalb beantragte sie vor einem US-Gericht Insolvenz samt Gläubigerschutz nach Chapter 11.

"Wir werden den Geschäftsbetrieb wie gewohnt fortführen“, so Airlinechef Erno Hildén auf einer eilig einberufenen Pressekonferenz zur Lage. Und weiter:"Unser Ziel ist es, unsere Schulden grundlegend zu restrukturieren und mit unseren Vertragspartnern eine Einigung über diese Verpflichtungen zu erzielen.“  Ein Konkurs nach Chapter 11 des US-Rechts ermöglicht es der Airline, den Betrieb fortzuführen und sich gleichzeitig zu restrukturieren.

Air Baltic führt sowohl eigene Linienflüge durch als auch Aufträge der Lufthansa-Gruppe. Die österreichische Lufthansa-Tochter AUA zum Beispiel setzt mehrere Air Baltic Maschinen samt Crews im Rahmen einer Welteasevereinbarung ein.

(red)