Österreich –

Verspätungen durch technische Probleme bei AUA-Langstreckenflügen

AUA Boeing 777-200ER beim Start, Symbolbild - Foto: www.der-rasende-reporter.info

Technische Probleme wirbelten den Langstreckenflugplan der AUA kürzlich ordentlich durcheinander. Doch eine gute Einsatzplanung und die Experten der Austrian Technik konnten den Zeitverlust begrenzen.

Am 20. Oktober hob der AUA-Flug von Wien nach Mauritius erst mit gut dreistündiger Verspätung ab. Der Grund waren laut Austrian Wings Recherchen technische Probleme am eingesetzten Flugzeug, der Boeing 777-200ER, OE-LPC. AUA-Sprecherin Andrea Hansal bestätigte das. Die Maschine war laut Angaben betroffener Passagiere bereits losgerollt, musste dann aber zum Gate zurückkehren. Eine andere Boeing 777-200ER, die OE-LPE, übernahm dann den Flug nach Mauritius. Der Flug nach Bangkok musste deshalb von der Boeing 777-200ER OE-LPA absolviert werden.

Die Wien-Tokio-Wien-Rotation vom 21. auf den 22. Oktober wurde dann wieder von der OE-LPC durchgeführt, allerdings ebenfalls mit einigen Stunden Verspätung, da die Fachleute der AUA-Technik ein weiteres Problem an diesem Flugzeug beheben mussten.

Alles in allem konnten die Auswirkungen für die Passagiere durch eine flexible Operations Control beziehungsweise die Arbeit des Hub Control Centers so gering wie möglich gehalten werden. Der Flugbetrieb einer modernen Airline ist vergleichbar mit einem Uhrwerk. Nur wenn alle noch so kleinen Rädchen des Systems perfekt ineinander greifen, funktioniert er reibungslos.

Die AUA gilt dabei zu Recht als eine der sichersten Fluglinien der Welt. In ihrer gesamten Nachkriegs-Geschichte (seit der Aufnahme des Flugbetriebes im Jahr 1958) gab es nur einen einzigen tödlichen Absturz und der liegt bereits über ein halbes Jahrhundert zurück. Diese positive Bilanz ist neben einer strengen Pilotenselektion- und Ausbildung sowie einer ausgesprochen hohen Sicherheitskultur im Cockpit auch auf die hervorragende Arbeit der hauseigenen Technik zurückzuführen, die international einen ausgezeichneten Ruf genießt.

Anders als die “Big Player” der Branche (Lufthansa, Emirates …) hat die AUA jedoch aufgrund ihrer verhältnismäßig kleinen Langstreckenflotte keine Ersatzflugzeuge, die beim technisch bedingten Ausfall eines Flugzeuges eingesetzt werden könnten. So ärgerlich Verspätungen aus Passagiersicht auch sind - es ist doch ein gutes Gefühl zu wissen, dass die AUA bei der Sicherheit auf Nummer sicher geht.

Text & Fotos: Patrick Huber