Österreich

Polizeihubschrauber-Absturz in Achensee bleibt ungeklärt

     

     

  • Kein technisches Gebrechen am Helikopter festgestellt
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  • Vogelschlag, visuelle Irritation oder Gesundheitsbeeinträchtigung des Piloten als mögliche Ursachen
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  • Helikopter sollen jetzt mit Cockpit Voice Recorder ausgestattet werden
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Rund zwei Jahre nach demAbsturz des Polizeihubschraubers EC 135 P2+ (OE-BXF) in den Achensee mit vier Todesopfern liegt nun der Abschlussbericht der Flugunfalluntersuchungskommission vor. Eine restlose Aufklärung des Unglücks sei nicht möglich gewesen, heißt es darin.

Das Einzige, was man mit Sicherheit als Absturzursache ausschließen könne, sei ein technisches Gebrechen, wie Flugpolizei-Sprecher Karl-Heinz Grundböck gegenüber der "Austria Presse Agentur" erklärte. Damit bestätigte die Behörde auch einen Bericht der Tageszeitung "Kurier".

Drei mögliche Ursachen

Als möglicher Auslöser für das Unglück wurden darin drei Varianten genannt. Einerseits könnte der Helikopter mit einem Vogel kollidiert sein, der anschließend mit enormer Wucht die Scheibe durchschlagen und in die Kabine eingedrungen sein könnte. Dadurch, so die Annahme, hätte der Pilot die Kontrolle über das Fluggerät verlieren können.

Andererseits bestehe auch die Möglichkeit, dass Markus Pumpernick, ein erfahrener und besonnener Flieger, den Redakteuren von Austrian Wings in der Vergangenheit mehrfach beratend zur Seite gestanden hatte, die Flughöhe über dem spiegelglatten See aufgrund einer durch den Hauptrotor verursachten Sonnenreflektion falsch eingeschätzt habe. Dieses Phänomen hätte zu einer Sichtbeeinträchtigung des Piloten führen können, ähnlich wie wenn man in eine Discokugel oder eine flackernde Neonröhre schaue.

Als letzte Möglichkeit schließlich werde eine "eine gravierende Gesundheitseinschränkung des Piloten, die von den Symptomen her einem epileptischen Anfall ähneln könnte" in Betracht gezogen.

Allerdings seine bei der Autopsie keine Anhaltspunkte für gesundheitliche Probleme bei Pumpernick gefunden worden.

"Cockpit Voice Recorder" für Flugpolizei

Als Konsequenz aus dem Unglück sollen nun sämtliche Hubschrauber der Flugpolizei jetzt mit einem Cockpit Voice Recorder ausgerüstet werden, der alle Gespräche im Cockpit aufzeichnet. Bisher ist ein solches Aufzeichnungsgerät ähnlich für Verkehrsflugzeuge vorgeschrieben.

(red / Titelbild: EC135 der Flugpolizei - Foto: Austrian Wings Media Crew)