International, Top Themen –

aktualisiert

Mit Video: Emirates Boeing 777-300 bei Go around in Dubai verunglückt

300 Menschen an Bord
Maschine bei Go around abgestürzt und in Flammen aufgegangen
Emirates: "Alle Passagiere und Besatzungsmitglieder in Sicherheit!"
Ein Feuerwehrmann starb bei Löscharbeiten

 

Eine aus Thiruvananthapuram kommende Boeing 777-300 (A6-EMW) der Fluggesellschaft Emirates ist bei einem Durchstartmanöver kurz vor der Landung auf dem Flughafen Dubai verunglückt und in Flammen aufgegangen. An Bord befanden sich 282 Passagiere und 18 Crewmitglieder, wie Emirates mitteilte. Die Airline selbst erklärte in einem Statement, dass alle Insassen wohlauf seien: "We can confirm that there are no fatalities among our passengers and crew. All passengers and crew are accounted for and safe", heißt es auf der Facebook-Seite der Airline. Österreicher befanden sich laut Emirates keine an Bord. Allerdings starb bei den Löscharbeiten ein Feuerwehrmann, wie mittlerweile aus Dubai bestätigt wurde.

Auch die Besatzung eines Einsatzfahrzeuges fertigte offenbar Filmaufnahmen an, die bei Twitter hochgeladen wurde. Darauf ist klar zu erkennen, wie die Kabine in Vollbrand steht.

Das Flugzeug befand sich nach bisherigen Erkenntnissen im Endanflug auf die Piste 12L, als die Besatzung in niedriger Höhe ein Durchstartmanöver einleitete und den Tower darüber informierte. Aus noch unbekannter Ursache gelang es der Maschine jedoch nicht an Höhe zu gewinnen und der Jet bekam gegen 12:41 Uhr mit eingefahrenem Fahrwerk Bodenberührung. Auslaufender Treibstoff entzündete sich. Fotos auf Twitter zeigen, wie auch der Rumpf der Maschine vollständig in Flammen steht. Die Flugbegleiter führten auf Anweisung der Piloten umgehend eine Evakuierung der Maschine durch. Die Evakuierung selbst wurde jedoch durch Passagiere verzögert, die erst ihr Gepäck aus den Ablagefächern herausholten Erste Meldungen, wonach das Fahrwerk bei der Landung kollabiert sind, haben sich daher als unzutreffend erwiesen.

Triebwerksprobleme?

Unbestätigten Agenturmeldungen zufolge soll die Maschine kurz vor dem Absturz Probleme mit einem der Triebwerke gehabt haben. Unter anderem wird ein Triebwerksbrand kolportiert. Gegenwärtig gibt es dafür jedoch keinen Beleg. Laut dem Fachportal "Aviation Herald" ist kein diesbezüglicher Funkspruch bekannt, auch habe die Besatzung zu keinem Zeitpunkt vor dem Unglück eine Luftnotlage deklariert, wie es bei einem Triebwerksbrand oder Triebwerksausfall der Fall wäre. Allerdings, so geben Piloten zu bedenken, müsse in einem Notfall in niedriger Flughöhe (wie etwa bei einem plötzlichen Feuer) womöglich zuerst auf diesen adäquat reagiert werden, sodass das Absetzen eines Funkspruches erst später erfolgt - siehe dazu auch unsere Punktlandung: "Aviate, navigate, communicate!".

Airport vorübergehend geschlossen - Flüge von/nach Wien betroffen

Der Flughafen Dubai wurde nach dem Crash vorübergehend geschlossen. Flugausfälle sowie mehrstündige Verspätungen waren die Folge. Davon betroffen sind auch die Flüge von und nach Wien.

(red NE, CvD / Titelbild: Die verunglückte Maschine - Foto: Twitter)