Gegen 20:15 Uhr des 26. April hob die Boeing 777-200ER, OE-LPA, in Wien Schwechat ab und nahm Kurs auf die Malediven. Nach etwa 8 Stunden und 30 Minuten landete Flug OS 21 kurz vor 8 Uhr Lokalzeit auf dem Flughafen der Hauptstadt Male. Nachdem die Passagiere die Triple Seven verlassen hatten, sollten neue Bordverpflegung angeliefert und die Tanks aufgefüllt werden, ehe es mit jenen Reisenden, die auf den Malediven einen Traumurlaub genossen hatten, zurück nach Wien gehen sollte. Geplant war, 90 Minuten nach der Landung wieder abzuheben. Allerdings kam es anders.
Wie Betroffene gegenüber Austrian Wings berichteten, konnte die Maschine wegen technischer Probleme nicht nach Wien starten. Damit waren sowohl die Passagiere als auch die OE-LPA auf den Malediven gestrandet. Die AUA muss nun ein Ersatzflugzeug, Unterkünfte für die Passagiere, ein Technikerteam sowie Ersatzteile für die Reparatur organisieren. Es ist eine logistische Herausforderung, da keine einzige Fluggesellschaft der Malediven Boeing 777 betreibt. Folglich stehen vor Ort weder qualifizierte Techniker noch Ersatzteile für diesen Typ zur Verfügung.
AUA-Sprecherin Yvonne Wachholder erklärte dazu auf Austrian Wings Anfrage: "Wir können bestätigen, dass beim Austrian Airlines Flugzeug vom Typ Boeing 777 mit der Registrierung OE-LPA kurz vor dem geplanten Abflug aus Malé (Malediven) als Flug OS22 am 27. April ein technisches Problem an einer Hydraulikpumpe festgestellt wurde. Da eine sofortige Reparatur ohne entsprechende Ersatzteile vor Ort nicht möglich ist, musste der Flug auf den 28. April um 16:00 Uhr UTC verschoben werden. Um den Rückflug aus Malé am 28. April 2026 sicherzustellen, wird kurzfristig ein Flugzeugabtausch durchgeführt."

Eine andere Boeing 777-200ER, die OE-LPD, soll die Passagiere nun zurück nach Wien fliegen. Allerdings befindet sich dieses Flugzeug gegenwärtig auf dem Flug von Tokio nach Wien und wird erst heute Abend gegen 19 Uhr landen. Um 23:35 Uhr soll die OE-LPD dann von Wien nach Bangkok fliegen. Von dort wir die OE-LPD dann aber nicht wieder nach Wien abheben, sondern in Richtung Malediven, um die seit heute gestrandeten Passagiere aufzunehmen und zurück in die Heimat zu fliegen.
Wachholder: "Die Sicherheit unserer Fluggäste und Crew hat für uns oberste Priorität. Daher war diese Maßnahme aus technischer Sicht erforderlich. Die notwendigen Ersatzteile wurden organisiert, und unsere Technikteams arbeiten mit Hochdruck daran, das Flugzeug schnellstmöglich wieder einsatzbereit zu machen. Wir bedauern die entstandenen Unannehmlichkeiten sehr und stehen mit den betroffenen Fluggästen, denen Übernachtungsmöglichkeiten organisiert wurden, in Austausch. "
Text & Fotos: Patrick Huber