Österreich

AUA und Flughafen Wien sehen aktuell keine Probleme bei Kerosinversorgung

Boeing 777-200ER der AUA auf dem Flughafen Wien, Symbolbild - Foto: Tobias Bosina

Der Flughafen Wien ist mit rund 30 Millionen abgefertigten Passagieren pro Jahr Österreichs wichtigster und größer Flughafen, die AUA die wichtigste Airline am Standort. Bis dato sehen beide Unternehmen keine Probleme bei der Versorgung mit Kerosin.

Durch die angespannte Lage in Nahost (Iran-Krieg, Blockade der Straße von Hormus) sind die Erdöl- und damit auch die Kerosinpreise stark gestiegen. Airlinevertreter und Branchenverbände warnen darüber hinaus vor einer möglichen drohenden Kerosinknappheit. Eine solche sieht man am Flughafen Wien und bei der wichtigsten österreichischen Fluggesellschaft, der Austrian Airlines, augenblicklich zumindest nicht.

"Aus derzeitiger Sicht ist die Kerosinversorgung in Wien gewährleistet und wir haben keine Indikation, dass sich das in nächster Zeit ändern sollte. Hauptlieferant am Standort Wien ist die OMV, die das Kerosin in der Raffinerie Schwechat produziert und über eine Direktleitung an den Flughafen-Standort liefert. Der Vorteil am Standort Wien ist, dass das in Wien benötigte Kerosin in der nahegelegenen Raffinerie produziert wird und über eine Direktleitung zum Flughafen-Standort geliefert wird und nicht, wie an anderen, häufig kleineren Standorten durch dritte Logistikunternehmen, wodurch zusätzliche Kosten für die Airline entstehen", erklärte Flughafen-Wien-Sprecher Peter Kleemann gegenüber "Austrian Wings".

Tankfahrzeuge für Kerosin auf dem Flughafen Wien, Symbolbild - Foto: www.der-rasende-reporter.info

Bei Austrian Airlines heißt es: " Wir beobachten die Situation rund um die Verfügbarkeit von Kerosin natürlich laufend und sehr genau. Zum aktuellen Zeitpunkt sehen wir keine Kerosinknappheit an den Drehkreuzen der Lufthansa Group und damit auch nicht in Wien bzw. an den regionalen Flughäfen in Österreich."

Aufgrund des weiterhin "volantilen geopolitischen Umfelds" analysiere man bei der AUA daher "gemeinsam mit den Airlines der Lufthansa Group laufend unterschiedliche Szenarien, um flexibel auf mögliche Entwicklungen reagieren" zu können.

Dazu zählen beispielsweise "operative Anpassungen im Streckennetz oder alternative Betankungsstrategien", wie Sprecherin Barbara Greul gegenüber "Austrian Wings" erläuterte.

Eine Möglichkeit - zumindest auf Kurz- und Mittelstreckenflügen - sei, den für den Rückflug erforderlichen Kraftstoff bereits in Wien zu tanken, sodass ein Nachtanken am Zielort entfällt.

Greul: "Ob und in welchem Umfang solche Maßnahmen zum Einsatz kommen, hängt stets von den konkreten Rahmenbedingungen wie Wirtschaftlichkeit, Gewichtsbeschränkungen und operativen Erfordernissen ab."

Text: Patrick Huber