Österreich

Mann dringt in AUA-Maschine ein und übernachtet dort

Das betroffene Flugzeug, Symbolbild - Foto: www.der-rasende-reporter.info

Ebenso kurioser wie sicherheitsrelevanter Vorfall auf dem Flughafen im ostslowakischen Kaschau/Kosice - ein Unbekannter drang in einen Embraer E195 der Austrian Airlines ein und übernachtete dort. Der Vorfall wird untersucht.

Das Vorfeld eines Flughafens gilt als "Airside-Bereich". Hier gelten strenge Zutrittsregeln. Nur autorisiertes Personal und/oder sicherheitskontrollierte Personen dürfen es beziehungsweise die dort abgestellten Luftfahrzeuge betreten. Für die Einhaltung dieser Vorschriften ist das Sicherheitspersonal des Flughafens zuständig.

Als die Crew des AUA Embraer E195 in den frühen Morgenstunden des 23. Juli 2026 nach einem Nightstop zu ihrem Flugzeug kam, staunte sie nicht schlecht. Laut einem Bericht des slowakischen Portals "dennikn.sk" fand sie dort nämlich eine schlafende Person vor. Der Unbekannte hatte sich in der Nacht illegal Zutritt zum Vorfeld des Flughafens und zum abgestellten Flugzeuge der AUA (Embraer E195, Kennzeichen OE-LWI) verschafft und dort übernachtet. Der Vorfall war auch auf später ausgewerteten Überwachungsvideos zu sehen. Weshalb das diensthabende Sicherheitspersonal den Eindringling nicht bemerkte, ist nun Gegenstand einer Untersuchung. Denn der Mann war über einen Zaun geklettert und danach ziellos über das Vorfeld des Flughafens gelaufen, ehe er schließlich in das Flugzeug von Austrian Airlines eindrang. Zuvor war er bereits innerhalb des Flughafenterminals aufgefallen und von dort weggewiesen worden.

Als die Besatzung der AUA den Mann fand, verständigte sie die Polizei. Nach ersten Erkenntnissen dürfte es sich um einen Mann handeln, der sich in psychiatrischer Behandlung befindet.

Seitens der AUA wurde der Vorfall bestätigt. Die Airline spricht von "laufenden Ermittlungen" zur "vollständigen Klärung der Umstände". Details wollte die Airline keine nennen, aber die nach dem Auffinden des Mannes in der AUA-Maschine erfolgten Maßnahmen seien in Absprache mit lokalen Behörden und dem Kaschauer Flughafen erfolgt.

Auch wenn sich Airline und Flughafen Kaschau/Kosice nicht näher zu dem Zwischenfall äußern, so kann es als gesichert gelten, dass das Flugzeug vor Freigabe für den Flugbetrieb von Polizisten und/oder Sicherheitspersonal gründlich durchsucht wurde, um auszuschließen, dass der Unbekannte möglicherweise gefährliche Gegenstände und/oder eine Bombe an Bord gebracht hatte.

Erst mit gut zweistündiger Verspätung startete die Maschine gegen 07:30 Uhr schließlich nach Wien.

Text & Foto: Patrick Huber
Mitarbeit: G. N.