Demnach starben beide Insassen, ein 24-jähriger Flugschüler und seine 19-jähriger Flugschülerin, unmittelbar durch den Aufprall ihres Luftfahrzeugs auf der Oberfläche des Attersees. Todesursache war bei beiden ein Polytrauma Sie sind demnach nicht ertrunken. Die Ergebnisse der toxikologischen Untersuchungen stehen noch aus. Was das erste vorläufige Obduktionsergebnis (Polytrauma) aber bestätigt ist, dass die Maschine mit enorm hoher Wucht ins Wasser gestürzt ist. Das schließt eine kontrollierte Notwasserung de facto aus und bestätigt indirekt die zahlreichen Augenzeugenberichte, die einen "vertikalen spiralförmigen" Sturz beschreiben. Das lässt darauf schließen, dass der verantwortliche Luftfahrzeugführer, der 24-jährige Fluglehrer, die P2002-JF, OE-CLJ, zuletzt nicht mehr unter Kontrolle hatte.
Die Tecnam P2002-JF, OE-CLJ, der Salzburger Flugschule Skygate Aviation Academy war am Mittwoch, den 26. August 2026, gegen 11:24 Uhr vom Radar verschwunden. Indizien deuten darauf hin, dass der Unfall möglicherweise durch Trudeln verursacht worden sein könnte. Am Montag, 31. August 2026, konnte das Wrack mit den beiden Insassen endlich aus knapp 170 Metern Tiefe geborgen werden. Seither arbeiten Experten der Staatsanwaltschaft Wels und der Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes an der Untersuchung dieses Unglücks, das zwei junge Menschen auf so tragische Art und Weise aus dem Leben gerissen hat. Ein Abschlussbericht wird innerhalb eines Jahres erwartet.
Bei der Vorgängerschule Business Flight Salzburg, kurz BFS, hatte sich 2010 ein Unfall ereignet, der vom Ablauf her einige Parallelen zum Absturz in den Attersee aufweist. Auch damals waren zwei Menschen - ein Lehrer und sein Schüler - ums Leben gekommen.
Text: Patrick Huber