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Mit Video: Hinterbliebene und Überlebende des Ramstein-Flugtages gedachten der Opfer

Die 70 offiziellen Todesopfer sind namentlich auf dem Gedenkstein verzeichnet - Fotos & Video: Huber / Austrian Wings Media Crew

Heute jährte sich das Flugtag-Unglück von Ramstein zum 30. Mal. Um 10 Uhr trafen sich Überlebende und Hinterbliebene der Opfer, um am Jahrestag gemeinsam der Toten zu gedenken.

Beim Flugtagunglück von Ramstein am 28. August 1988 starben offiziell 70 Menschen - Überlebende gehen allerdings davon aus, dass die Zahl der tatsächlichen Opfer deutlich höher ist, von den US-Militärs jedoch nicht zugegeben wird.

Impressionen von der Gedenkveranstaltung - Video: Huber / Austrian Wings Media Crew

Heute gedachten rund 100 Überlebende und Hinterbliebene gemeinsam mit Vertretern von Politik und Militär der Opfer. Aus Italien angereist war unter anderem Giancarlo Nutarelli, der Bruder des Unglückspiloten Ivo Nutarelli.

Die ersten Teilnehmer trafen sich bereits gegen 10 Uhr beim Mehrgenerationenhaus in Ramstein-Miesenbach und besichtigten anschließend das Doku Center Ramstein, in dem es eine Ausstellung zum Flugtagunglück gibt. Anschließend folgten gemeinsame Gespräche, ehe ein zweistündiger Gedenkgottesdienst abgehalten wurde, beim die Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz Malu Dreyer die Einführung eines Katastrophenbeauftragten des Landes und die Unterstützung einer von Sybille und Hartmut Jatzko gegründeten Katastrophen-Nachsorgestiftung bekannt gab. Das Ehepaar Jatzko betreut seit vielen Jahren gemeinsam mit Heiner Seidlitz die Überlebenden und Hinterbliebenen des Flugtagunglücks.

Gegen 15:15 Uhr durften die Teilnehmer die Absturzstelle an der Air Base besuchen und dort eine Gedenkminute abhalten - ohne den Blicken von Journalisten und Schaulustigen ausgesetzt zu sein.

Gegen 18 Uhr fand beim offiziellen Gedenkstein außerhalb der Base der Abschluss der Gedenkfeierlichkeiten statt, zu denen auch ein Paar aus den USA angereist war, das damals mitten ins Inferno geriet und wie ein Wunder überlebt hat.

Fotoimpressionen:

Hartmut Jatzko begrüßt die Teilnehmer
Marc David Jung verlor als Vierjähriger seinen Vater bei dem Unglück und erlitt selbst schwerste Verbrennungen
Giancarlo Nutarelli (re.) im Gespräch mit dem Überlebenden Roland Fuchs
Für die 70 Todesopfer wurden namentlich beschriftete Kerzen in der Kirche entzündet; eine weitere Kerze stand für all jene, die später an den Folgen der Katastrophe verstorben sind
Auch Geistliche des US-Militärs nahmen an der Trauerfeier teil
Heiner Seidlitz und Sybille Jatzko
Bei der Abschlussfeier am Gedenkstein wurden die 70 Kerzen aus der Kirche aufgestellt

(red)