Reportagen

Fotoreportage Farnborough International Air Show 2026

Auch die Technische Universität Wien ist an der Forschung und Entwicklung neuer Antriebskonzepte sowie an Emissionsreduktion des Luftverkehrs beteiligt. Ein Kernprojekt ist die Entwicklung eines Getriebes für Brennstoffzellenbetriebene Flugzeuge, bei den drei von Brennstoffzellen angetriebenen Elektromotoren, deren Leistungen über besagtes Getriebe auf einen einzigen Propeller nahezu verlustfrei übertragen. Eine Notwendigkeit, um auf die erforderliche Megawatt-Leistung zu kommen. Auf einem Infostand präsentierten sich die Experten aus Österreich in Farnborough - alle Fotos: Michael Jentner

Die Messe samt Airshow im britischen Farnborough ist seit Jahrzehnten ein Pflichttermin für Luftfahrtenthusiasten und Luftfahrtindustrie gleichermaßen. Für Austrian Wings reiste der bekannte österreichische Luftfahrtfotograf Michael Jentner nach Großbritannien. Hier ist seine Fotoreportage.

Zurück von der Farnborough International Airshow (FIA) 2026 – im Gepäck neue Eindrücke und inspirierende Begegnungen. Nach intensiven Tagen zwischen Rollfeld, Messehallen und Mediazentrum bin ich wieder zurück; als Pressefotograf hatte ich die Gelegenheit eine Branche zu begleiten, die einen spannenden Wandel durchläuft. Beeindruckende Flugvorführungen und modernste Luftfahrttechnik bildeten die Kulisse für unvergessliche Aufnahmen.

Die legendäre Boeing 747, hier eine Maschine der vorletzten Baureihe 747-400.

Die Farnborough International Airshow findet alle zwei Jahre statt (immer in geraden Jahren), und zählt neben der Paris Air Show zu den wichtigsten Veranstaltungen der Luftfahrtbranche. Sie entwickelte sich dabei von einer reinen Flugshow zu einer umfassenden Technologie- und Innovationsmesse. Die FIA gilt als Plattform für Milliardendeals.

1948 wurde vom Royal Aircraft Establishment die erste offizielle Farnborough Airshow veranstaltet, damals schon mit dem Ziel die Neuheiten der britischen Luftfahrtindustrie einem Fachpublikum zu präsentieren. In den 50-er und 60-er Jahren prägen erste Düsenflugzeuge das Bild der Airshow. Das Interesse wächst stark und Farnborough etabliert sich als internationale Plattform für die Vorstellung neuer Militär- und Zivilflugzeuge.

Dass diese bedeutende Luft und Raumfahrtmesse gerade in Farnborough stattfindet, ist kein Zufall. Schließlich gilt Farnborough als die Wiege der britischen Luftfahrt und hat somit eine lange Tradition in der Luftfahrtentwicklung.

Meilensteine der FIA waren unter anderem:

  • 1949 – die weltweit erste Düsenverkehrsmaschine wird präsentiert - die Havilland Comet
  • 1958 – die Kunstflugstaffel „Black Arrows“ fliegt mit 22 Flugzeugen einen Looping, bis heute ist diese größte Formation Weltrekord
  • 1970 – der Überschalljet Concorde wird in Farnborough vorgeführt und wird auch in den folgenden Jahren zu einer der Hauptattraktionen der Airshow
  • 1974 – durch die Landung der Lockheed SR-71 Blackbird erlangt Farnborough weltweit enorme Aufmerksamkeit

Offizielle Zahlen der FIA 2026:

  • 1.636 Aussteller – eine Steigerung um 15% zur FIA 24
  • Das Veranstaltungsgelände umfasst mehr als 500.000 m²
  • 63% der Aussteller sind International, was ihre Rolle einer weltweit wichtigen Veranstaltung unterstreicht
  • 99 offizielle Lieferanten
  • 140 Tage waren für die Aufbauarbeiten der FIA notwendig
  • Mehrere hundert offizielle Delegationen wurden empfangen, eine genaue Zahl wurde von seitens FIA noch nicht genannt, es ist aber davon auszugehen, dass die offiziell genannte Zahl von 423 aus 2024 wohl übertroffen wird
  • Sicherheit und Verteidigung waren zentrale Themen auf der FIA 2026. Rund die Hälfte aller Aussteller hatten einen Bezug zur Verteidigung

Präsentiert wurden Lösungen für die Luftverteidigung, unbemannte Systeme (Drohnen) sowie Raketen und Sensorsysteme. Ein Zukunftsprojekt war das Global Combat Air Programme (GCAP), ein Rüstungsprojekt zwischen Großbritannien (BAE Systems), Italien (Leonardo) und Industrievertreter aus Japan. Ziel ist es, bis 2035 einen einsatzbereiten Tarnkappenjet der sechsten Generation zu entwickeln, der bisherige Kampfflugzeuge wie z.B. den Eurofighter ersetzen soll.

Der X-Bat von dem US amerikanischen Rüstungs-Start-up Shield-AI kommt komplett ohne klassische Startbahn aus. Der Jet startet von mobilen Plattformen aus senkrecht in die Luft. Und er kommt nicht nur ohne Piste aus, sondern auch ohne Pilot. Der Jet wird weder von Satelliten, noch von einer Fernsteuerung gelenkt, das Gehirn ist „Hivemind“, eine komplexe KI. Zudem kann der interne Waffenschacht dieselbe Waffenlast aufnehmen wie eine F-35 oder eine F-16. Faszinierend, aber irgendwie erschreckend zugleich, eine tödliche Waffe, wo das System entscheidet, und völlig autonom und eigenständig agiert.

Zu den wichtigsten Zukunftsthemen zählten künstliche Intelligenz (KI) und autonome Flugsysteme.

KI wird dabei als Werkzeug zur schnelleren Auswertung großer Datenmengen und zur Unterstützung militärischer Einsatzführung genutzt und nicht als Ersatz für menschliche Entscheidungen (zumindest wurde es in Gesprächen mir gegenüber so vermittelt). Ob das auch in Zukunft so sein wird, möchte ich hier nicht zum Thema machen.

Zahlreiche Unternehmen stellten intelligente – oft KI-gestützte – Fertigungsverfahren vor, die Produktionszeiten verkürzen und Betriebskosten senken. Zudem präsentierten Zulieferfirmen Additive Fertigung (3D-Druck) und gaben einen Einblick, was mit solchen Verfahren alles machbar ist. Für die Luftfahrt zertifizierte Strukturteile sowie Triebwerksteile waren zu besichtigen. Das Verfahren kann sowohl für metallische Werkstoffe sowie für Kunststoffe eingesetzt werden. Durch das schichtweise Verbinden (Verschmelzen) können Teile hergestellt werden, die mit konventionellen mechanischen Fertigungsverfahren (z.B. Drehen / Fräsen) nur bedingt oder überhaupt nicht herzustellen sind. Höchste Steifigkeit bei geringem Gewicht ist oft das Ziel solcher Anwendungsverfahren.

Der Space-Sektor nimmt in Farnborough seit Jahren an Bedeutung zu. Themen waren: Satellitentechnologie, Erdbeobachtung sowie militärische Raumfahrt. Neben zahlreichen namhaften Industrieunternehmen wie Airbus Defence and Space, Northrop Grumman Space Systems sowie Lockheed Martin Space, waren auch Behörden wie die European Space Agency (ESA), Italian Space Agency (ASI) sowie die UK Space Agency und die NASA als Aussteller vertreten. Unternehmen präsentierten maßstabsgetreue Modelle oder Originalbauteile von Satelliten oder Raketenteilen. Präsentiert wurden auch aktuelle oder zukünftige Projekte in der Raumfahrt, sowie Dienstleistungen für Raketenstarts.

Nachhaltigkeit in der Luftfahrt war ebenfalls ein zentrales Thema der Messe. So wurde über neue Entwicklungen von Wasserstoffantrieben, sowie über Sustainable Aviation Fuels (SAF) diskutiert. Alle diese Themen haben dasselbe Ziel: die Reduktion des CO2 Ausstoßes.

Nicht nur die beiden Titanen Boeing und Airbus prägten das Bild der Ausstellung. Viele Zulieferer aus China bzw. aus Fernost waren vertreten. Das gezeigte Ausstellungsstück von Sichuan Forge Ltd. in diesem Bild ist allerdings ein durch Rollwalzen hergestelltes Gehäuseteil einer Gasturbine und sollte wohl eher eine Machtdemonstration der Fertigungsgrößen darstellen. In einem persönlichen Gespräch wurde mir mitgeteilt, dass der Hersteller auch Turbinenwellen, Turbinenschaufeln sowie Gehäusekomponenten und Getriebeteile für die Luft- und Raumfahrt fertigt.

Weitere Highlights der FIA sind ohne Zweifel auch die Flying Displays. Diese sind weit mehr als eine reine Flugshow, die Hersteller nutzen diese Vorführungen, um den Kunden und Besuchern die Leistungsfähigkeit ihrer neuesten Entwicklungen zu demonstrieren.

Auch in diesem Jahr bot die Airshow ein abwechslungsreiches Programm aus ziviler und militärischer Luftfahrt.

Die wichtigsten Flying Displays in diesem Jahr waren:

  • USAF F-35A Lightning II Demonstration Team
  • Airbus A350-1000
  • Embraer C-390 Millennium
  • Vertical Aerospace VA-1X
  • Fursan Al Emarat Display Team
  • The Falcons Parachute Display Team
  • Italian Air Force, Eurofighter Typhoon
  • Joint Aviation Command, Chinook Role Demo
  • British Army Air Corps Display Team

Nicht immer ist es ein donnerndes Strahltriebwerk, das Emotionen auslöst, auch ein nahezu lautloses Luftfahrzeug kann dies bewirken. Wie das, des ersten öffentlichen Demonstrationsfluges eines VX4, des britischen Unternehmens Vertical Aerospace. Eines der Highlights der Flugvorführungen. Wo sonst Turbojet oder Turbofan Triebwerke mit gewaltiger Schubkraft die Schwerkraft überwinden, scheint das E-VTOL diese fast sanft zu überlisten. Das vollelektrische Lufttaxi bietet Platz für vier Passagiere und dem Piloten und zeigte in der Vorführung sowohl den Vertikalflug als auch den Übergang in den Horizontalflug.

Die Kontraste zwischen den Flugvorführungen könnten kaum größer sein. Zwischen den Vorführungen des E-VTOL und den modernsten Kampfflugzeugen lagen tatsächlich nur wenige Minuten. Im Unterschied zu den Elektroantrieben war selbst das Rollen zur Startbahn nicht zu überhören. Die F-35 verharrte dann noch für kurze Zeit auf der Piste, bevor Major Sean „RAMBO“ Loughlin das Triebwerk aufheulen lies. Die Geräuschkulisse der Besucher sowie die Lautsprecher verstummten, zu hören war nur mehr das Donnergrollen des gewaltigen Pratt & Whitney F-135 Triebwerkes. Den Schalldruck konnte man am ganzen Körper spüren. Mit vollem Nachbrenner beschleunigte der Kampfjet und hob nur Sekunden später von der Piste ab. Danach folgte eine Machtdemonstration in einem beeindruckenden Solodisplay des erfahrenen Kampfpiloten und Teil des Demo Teams der US Air Force.

Bereits am Tag 1 folgte ich der Einladung des Flugzeugherstellers Embraer zu einem Media Briefing. Das Ausstellungsobjekt war kaum zu übersehen, die neue E-195 E2. Schon bei den ersten Rundumblicken im Inneren des Flugzeuges fielen einem die deutlich größeren Fenster, sowie die größeren Gepäckfächer auf. Auch die doch deutlich größeren Abstände der Sitzreihen fielen einem beim Platznehmen sofort angenehm auf. Auf Nachfrage meinerseits wurde mir allerdings mitgeteilt, dass diese Bestuhlung vom Kunden so bestellt wurde. Es ist wohl davon auszugehen, dass andere Airlines hier vielleicht nicht so großzügig sein werden. Theo Wensink (Head of Marketing) von Embraer stellte das neue Kurz- bzw. Mittelstreckenflugzeug ausführlich vor, das sowohl eine Steigerung der Passagierkapazität auf max. 146, als auch den Kerosinverbrauch pro Passagier reduzieren konnte. Erreicht wird das durch neuere Triebwerke vom Typ PW1900G des Herstellers Pratt & Whitney, sowie durch neu entwickelte Tragflächen. In einem kurzen persönlichen Gespräch mit Embraer haben die Bestellungen für die neue E2 Familie die Zahl von 500 bereits überschritten. Somit könnte dieses Modell ein echter Konkurrent zum A220 sein, vor allem bei Airlines, die ein kleineres, sehr effizientes Flugzeug suchen.

Ein weiteres absolutes Highlight war die Flugvorführung des neuen Airbus A350-1000. Geflogen wurde das Display von Experimental Test Pilots, nicht von einer Airline Crew. Diese Piloten sind darauf trainiert das Flugzeug innerhalb der zugelassenen Grenzen zu fliegen und dem Publikum auf beeindruckende Weise zu präsentieren. Der steile Steigflug unmittelbar nach dem Lift-off und die gleichzeitige Linkskurve mit extremer Querneigung versetzte einen von Beginn an ins Staunen. Als Passagier wird man solche Schräglagen wohl kaum erleben, dies zeigt aber gleichzeitig die Leistungsfähigkeit moderner Verkehrsflugzeuge. Während des ca. 10-minütigen Displays wechselten langsame Überflüge, sowie enge Kuren mit hoher Neigung einander ab, bei der das Flugzeug sowohl von der Unterseite als auch von der Oberseite bestaunt werden konnte. Doch selbst bei diesen Manövern wirkte das moderne Langstreckenflugzeug mit einer Spannweite von fast 65 Meter elegant, ja fast grazil.

Nicht nur am Boden zog der neu entwickelte, zweistrahlige Militärtransporter aus Brasilien die Blicke auf sich. Auch bei der Flugvorführung präsentierte sich der graue Riese kraftvoll und dynamisch. Das gezeigte Modell aus dem Jahr 2018 ist ein reines Vorführ- bzw. Demonstationsmodell von Embraer mit der Kennung PT-ZNG. Neben dieser Maschine wurde auch eine weitere Maschine an die tschechische Luftwaffe ausgeliefert. Die feierliche Übergabe erfolgte direkt auf dem Vorfeld in Farnborough, die offizielle tschechische Kennung lautet 0520 und wurde getauft auf den Namen „Karel Toman-Mareš“. Neben Schweden wird auch Österreich vier Stück dieses Flugzeugtyps erhalten. 2028 wird die erste der vier Transportmaschinen in Österreich landen. Die restlichen dann bis 2030. Sie werden die Nachfolge für die in die Jahre gekommenen C-130 Hercules antreten.

Auch der CH-47 Chinook des Joint Aviation Command begeisterte mit einem demonstrativen Flying Display, schon vom Augenwinkel heraus konnte man das Heranfliegen dieses beeindruckenden Transporthelikopters verfolgen. An mehreren Seilen befestigt hing ein Fahrzeug samt Artilleriegeschütz. Mühelos bewegte die mehrköpfige Crew bestehend aus Kommandant Matthew „Wehrley“ Wehrle, sowie den Co-Piloten Samuel „Sam“ Soroya und Samuel „Sam“ Randle den Helikopter und seine Fracht durch die Luft, bevor es diese sanft auf dem Boden absetzte. Mit diesem Manöver präsentierte die Crew eine typische Einsatzsituation, bei der schweres Gerät samt Munition mit einem einzigen Flug in unwegsames Gelände transportiert werden kann. Nach dem Absetzen der Fracht wird dem Publikum noch ein imposantes Display präsentiert. Der Hubschrauber bäumt sich auf, geht in den Steilflug, und wechselt im nächsten Moment wieder in einen rasanten Sinkflug. Mehrfach werden solche Manöver präsentiert, begleitet von langsamen Überflügen. Die Luft ist erfüllt von den dumpfen Schlägen der gewaltigen Doppelrotoren. Zum Abschied gibt es noch den berühmten „Chinook Wheelie“. Bei dem die Vorderräder hoch in der Luft schweben, während das Heck schon fast den Boden berührt.

Auch ein Eurofighter darf bei so einer prominenten Airshow natürlich nicht fehlen. Am Steuerknüppel saß Major Mattia Nuciarelli von der italienischen Luftwaffe (Aeronautica Militare). Das Flugzeug in einer Sonderlackierung zum 95. Jubiläum des 4. Geschwaders, mit dem weißen springenden Pferd als offizielles Geschwaderwappen. Der Jet steht bereits auf der Startbahn, die Triebwerke leicht hochgefahren. Das Auge am Sucher, meine linke Hand stützt das schwere Teleobjektiv, der rechte Zeigefinger liegt flach am Auslöser. Alle Einstellungen an der Kamera sind vorgenommen, Abfolgen die ich bereits tausende male vorgenommen habe und blind beherrsche – und dennoch ist man immer leicht nervös. Passt das Licht beim richtigen Anflugwinkel, Beschneide ich das Flugzeug nicht versehentlich, denn bei 600mm gibt es Situationen bei denen man nicht viel Spielraum hat. Meine Sinne laufen auf Hochtouren. Bei jedem Überflug hat man nur wenige Sekunden um eine Bildserie zu machen. Ist der Jet jedoch gestartet laufen alle meine Bewegungen vollautomatisch ab.

Beeindruckende Präsentation des Air Corps Display Team, das offizielle Hubschrauber-Vorführteam der britischen Army Air Corps. Zwei Boeing AH-64E Apache sowie ein Leonardo Wildcat AH.1 zeigten eine imposante Vorführung.

Interessierte Jounalisten konnte auch eine Boeing 777-200 Frachtmaschine des Paketdienstleisters DHL von innen besichtigen. Ein wahres Arbeitstier der Lüfte. Solche Flugzeuge werden für den harten Frachtalltag konstruiert bzw. gebaut, mit verstärkten Kabinenböden und speziellen Ladesystemen, sowie große, seitlich - hydraulisch öffnende Ladetore. Die Gelegenheit ein solches Flugzeug auch von innen zu besichtigen bekommt man nicht jeden Tag, es war imposant zu sehen wie Waren unseres täglichen Lebens rund um den Erdball transportiert werden.

Die Formas Group, ein Spezialhersteller für Freiformschmiedestücke. Der Hersteller liefert unter anderem nahtlos gewalzte Ringe als tragende Verbindungselemente der einzelnen Raketenstufen für die Ariane Trägerraketen.

Bei diesem Firmennamen musste ich einfach das Gespräch suchen. Der doch gewagte Wortlaut „Mayday“ für einen Zulieferer in der Luftfahrtindustrie rührt daher, dass in den Anfängen des Unternehmens diese oft mit der Herstellung von Komponenten mit sehr kurzer Lieferzeit beauftragt wurden. Quasi als letzte Rettung. Später wurde dieser „Vorsprung zur Konkurrenz“ auch in den Firmennamen übernommen. Geliefert werden unter anderem Verbindungselemente für Fahrwerk- bzw. Triebwerkaufhängungen sowie mechanische Elemente für diverse Antriebe im Flugzeugbau.

Mit dem A321XLR befliegt United transatlantische Langstrecken.

Aero Vodochody L-159 der tschechischen Luftverteidigungskräfte.

Fazit
Mein Besuch bei der FIA 2026 war eine äußerst beeindruckende Erfahrung. Besonders eindrucksvoll waren die Fülle bzw. die Kombination aus neuen Technologien, sowie die umfangreichen Ausstellungen. Die persönlichen Gespräche mit den unterschiedlichsten Herstellern, Zulieferfirmen, Dienstleistern sowie Behörden gaben einen wirklich interessanten Einblick in die Luft- und Raumfahrtbranche. Dazwischen immer wieder die spektakulären Flugvorführungen. Dies hieß jedes mal für mich, Objektivwechsel, raus aufs Vorfeld und zur Flightline. Durch mein 600mm Objektiv sieht die Welt der Luftfahrt dann wieder völlig anders aus. Sie ist reduzierter, man misst nicht in Milliarden Dollar Verträgen, man misst in ISO-Werten, Blendenstufen und Verschlußzeiten.

Text & Fotos: Michael Jentner