Die einsitzige F-16 befand sich auf einem Übungsflug, als sie in der Nähe von Yalova abstürzte und explodierte. Der Pilot konnte sich mit dem Schleudersitz retten. Amateurvideoaufnahmen zeigen den Absturz. Die Maschine war auf dem Militärstützpunkt Eskisehir gestartet.
Für die türkische Luftwaffe ist es schon der zweite Absturz einer F-16 in diesem Jahr. Beim ersten Crash im Februar dieses Jahres war der Pilot getötet worden.
Sowohl die türkische Zivil- als auch die Militärluftfahrt haben seit Jahrzehnten ein Sicherheitsproblem. Ausbildungsdefizite und Selbstüberschätzung ("Machogehabe") haben wiederholt zu schweren Unfällen und Beinahe-Abstürzen geführt. Im Mai 2017 veröffentlichte Austrian Wings in Zusammenarbeit mit progressiven türkischen Piloten den Kommentar "Flugsicherheit: Problemfall Türkei", der in großen Teilen bis heute Gültigkeit hat.
So wird das militärische Kunstflugteam Turkish Stars seit Jahren nicht mehr zur Airpower im steirischen Zeltweg eingeladen. Offizielle Stellen geben keinen Kommentar zu den Gründen ab, hinter vorgehaltener Hand ist jedoch zu hören, dass die türkischen Piloten wiederholt gegen die strengen Sicherheitsregeln auf der Airpower verstoßen haben sollen.
(red CvD, Mitarbeit: MW)