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F-4E Phantom II der griechischen Luftwaffe bei Athens Flying Week abgestürzt - Besatzung tot

Beim Absturz explodierte die Phantom sofort. Die beiden Männer im Cockpit hatten keine Überlebenschance - alle Fotos (sofern nicht anders angegeben): Wolfgang Jarisch (bitte beachten Sie, dass die Bilder urheberrechtlich geschützt sind - eine Verwendung ist ausschließlich mit schriftlicher Genehmigung von Wolfgang Jarisch zulässig; Zuwiderhandlungen werden rechtlich geahndet)

Ein tragischer Unfall hat sich heute, am 5. September 2026, auf der Athens Flying Week ereignet. Eine F-4E Phantom II der griechischen Luftwaffe stürzte während der Airshow ab und explodierte. Für die beiden Crewmitglieder (Pilot und Waffensystemoffizier) kam jede Hilfe zu spät. Für Austrian Wings berichten Patrick Huber / www.der-rasende-reporter.info (Wien), Wolfgang Jarisch (Athen) und Pavlos Westermeier (Kreta).

Die Athens Flying Week gilt als größte Airshow in Süd(ost)Europa) und findet jährlich auf dem Militärflugplatz Tanagra nördlich von Athen statt. Jedes Jahr pilgern rund 80.000 Besucher zu dem Event, darunter mehrere rund 5.000 bis 6.000 internationale Besucher und Journalisten aus etwa 20 Nationen - darunter viele Deutsche und Österreicher. Österreichs Luftstreitkräfte waren heuer mit einer sonderlackierten PC-7 (3H+FG) vertreten, die deutsche Luftwaffe unter anderem mit einem Transporter des Typs A400M.

Zu den Höhepunkten gehören beispielsweise schon traditionell die Vorführungen der F-4E Phantom II der griechischen Luftwaffe. Griechenland ist die einzige europäische Nation, die diesen Typ noch nutzt. Weltweit fliegen außer Griechenland lediglich die Türkei und die Islamische Republik Iran die Phantom. Nur noch etwas mehr als ein Dutzend Phantoms befinden sich in den Diensten der hellenischen Verteidigungskräfte. Dieser Typ wurde Ende der 1950er Jahre entwickelt und 1981 produziert. Insgesamt liefen knapp 5.200 F-4 Phantom II vom Band, davon waren etwa 1.500 Flugzeuge der Baureihe E (inkl. der Spezialversion für Japan). 

Während der heutigen Flugvorführungen auf der Athens Flying Week startete eine Phantom der 338. Staffel des 117 Einsatzgeschwaders der griechischen Luftwaffe zu ihrem Vorführungsflug. Im Cockpit saßen Major Ioannis Blessias, 40 Jahre, und Hauptmann Dimitrios Petrou, 37 Jahre alt. Noch kurz vor der Show der F-4E hatten sich am Stand der Phantom zahlreiche Luftfahrtfans eingefunden.

Ioannis Blesias (li.) und Dimitris Petrou (re.) - Foto: ZVg / Hellenic Air Force

Der Start erfolgte völlig normal. Zunächst flog die Maschine ein unauffälliges Display.

Die Unglücksmaschine.

Doch nach wenigen Minuten, um 14:55 Uhr Lokalzeit, verlor die Maschine in einer scharfen Rechtskurve in Bodennähe rasch an Höhe, schlug auf dem Boden auf und explodierte sofort. Die beiden Besatzungsmitglieder lösten ihre Schleudersitze nicht mehr aus und starben beim Aufprall. Zuschauer am Boden kamen bei dem Unfall nicht zu Schaden. Durch den Absturz entstand in weiterer Folge ein Waldbrand, der von einem Großaufgebot an Einsatzkräften bekämpft werden musste.

Hauptmann Petrou stammte aus Patras und war Vater eines Kindes. Sein Kamerad, Major B0lesias stammte aus Pyrgos - auch er war Familienvater und hinterlässt einen 5-jährigen Sohn.

Die Athens Flying Week wurde nach dem Unfall sofort abgebrochen. Die griechische Luftwaffe hat eine Untersuchung des Absturzes eingeleitet. Laut Angaben der Veranstalter war dies der erste tödliche Absturz in der Geschichte der Athens Flying Week.

Ein Beitrag von Patrick Huber (Wien), Wolfgang Jarisch (Athen) und Pavlos Westermeier (Kreta) für Austrian Wings.