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Fotostrecke: Antonov An-124 in Pressburg/Bratislava

Die An-124 in Pressburg - alle Fotos: www.der-rasende-reporter.info (keine Verwendung des Bildmaterials ohne schriftliche Erlaubnis; Zuwiderhandlungen werden rechtlich verfolgt)

Nur noch fünf Betreiber weltweit (drei davon in Russland) setzten die gigantische Antonov An-124 ein. Der ukrainische Flugzeughersteller Antonov Airlines operiert von seiner europäischen Basis in Leipzig aus mit mehreren Maschinen dieses Typs. Ein Exemplar besuchte jetzt die Slowakei.

Schon vor dem russischen Überfall auf die Ukraine war Leipzig eine bedeutende Basis von Antonov Airlines. Seit Russland Krieg gegen die Ukraine führt und der ukrainische Luftraum deshalb komplett gesperrt ist, stellt Leipzig die wichtigste operationelle Basis für Antonov Airlines dar. Fünf bis sechs Antonov An-124 sind hier stationiert. Erst im vergangenen Monat hatte Russland - davon sind seriöse Sicherheits- und Militärexperten überzeugt - versucht, einen Sprengstoff-Drohnen-Anschlag auf diese Flugzeuge durchzuführen. Nur durch Glück misslang der Plan - Austrian Wings berichtete.

Neben zivilen Transporten führt Antonov Airlines auch regelmäßig Flüge mit militärischen Gütern an Bord durch. Insbesondere seit dem versuchten russischen Anschlag auf Antonov Airlines am Flughafen Leipzig scheinen die Flüge nicht mehr in den Flugplänen der großen Online-Radardienste auf - aus Sicherheitsgründen. So war es eine Überraschung, als sich kürzlich in Spotterkreisen die Information verbreitete, dass eine An-124 von Antonov Airlines nach Pressburg/Bratislava kommen sollte. Die Slowakei ist NATO-Land und auch wenn der populistische Premier Robert Fico einen "Schmusekurs" mit Wladimir Putin fährt, so sieht ein großer Teil der slowakischen Bevölkerung Russland als akute Bedrohung an. 2022, nach dem Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine, waren es 62 Prozent.

Die Schubumkehr der vier Triebwerke entlasten die Radbremsen des Giganten enorm.

Was genau die An-124, UR-82029, auf dem Flughafen der slowakischen Hauptstadt einlud, ist unbekannt. Die Maschine landete jedenfalls auf Piste 31 und rollte anschließend zur Piste 04. Diese Landebahn wurde für den Betrieb gesperrt und diente als "Abfertigungsfläche" für die Antonov.

Die Maschine "parkte" auf der extra für sie gesperrten Piste 04/22.
"Sei tapfer wie Butscha" - damit erinnert Antonov Airlines an das Massaker von Butscha. Russische Truppen ermordeten in dem Vorort von Kiew mehr als 400 wehrlose ukrainische Zivilisten. Etliche der Opfer wiesen Folterspuren auf und/oder waren gefesselt. Eines von zahllosen russischen Kriegsverbrechen seit dem Überfall auf die Ukraine im Februar 2022.

Ein Teil der Ladung wurde slowakischen Zeugenberichten zufolge erst bei Dunkelheit an Bord gebracht, denn natürlich hatte der seltenen Besucher dutzende Planespotter aus Österreich und der Slowakei angelockt, die mit ihren Kameras den Flughafenzaun regelrecht belagerten. In den frühen Morgenstunden des nächsten Tages hob die beladene Maschine dann wieder ab.

Text & Fotos: Patrick Huber