Die anhaltende Hitze führt in ganz Europa zu heftigen Waldbränden. Ohne Helikopter und Löschflugzeuge als fliegende Feuerwehr wäre die Lage noch viel verheerender. Am vergangenen Wochenende brannte es in der Slowakei, von 5. bis 10. August stand der Föhrenwald bei St. Egyen am Steinfeld im niederösterreichischen Bezirk Neunkirchen (nahe Wiener Neustadt) in Flammen. Genau dort brach um die Mittagsstunden des 14. August erneut ein Großbrand aus, der sich aufgrund starker Winde schnell auf eine Fläche von gut 60 Hektar ausbreitete. Entdeckt und gemeldet wurde das Feuer von einem Piloten der Diamond Aircraft Flugzeugwerke während eines Fluges. Innerhalb kürzester Zeit löste das Landesfeuerwehrkommando Niederösterreich die höchste Alarmstufe aus.




Insgesamt rückten 836 Kameradinnen und Kameraden von 89 Feuerwehren aus ganz Niederösterreich aus. Zusätzlich waren auch die örtlichen Kräfte von zwei Katastrophenhilfsdienst Zügen aus Neunkirchen und Baden sowie der Sonderdienst Waldbrand und der Flugdienst der Feuerwehr vor Ort. Unterstützt wurden sie von 30 Polizeibeamten sowie 63 Einsatzkräften des Roten Kreuzes und des Samariterbundes.






"Zur Koordination des umfangreichen Einsatzgeschehens ist weiterhin ein Bezirksführungsstab eingerichtet", teilte das Bezirksfeuerwehrkommando Neunkirchen mit.
Nicht weniger als 11 Löschhubschrauber standen im Einsatz:
- 3 x Sikorsky S-70 Black Hawk des Österreichischen Bundesheeres
- 1 x AW169 Lion des Österreichischen Bundesheeres
- 4 x Hubschrauber der Flugpolizei des Bundesministeriums für Inneres
- 3 x Helikopter privater Unternehmen (Wucher Helicopter und Heli Austria)





Bis in den Abend hinein als die Sonne schon hinter den bewaldeten Bergen verschwunden war, flogen die Hubschrauber ihre Einsätze. Super Puma und Black Hawk warfen pro Rotation je 3.000 Liter Wasser ab, der AW169 Lion 1.000 Liter. Die kleineren Löschhubschrauber (Ecureuil, H135) kamen auf etwa 600 bis 800 Liter pro Abwurf.




































Gegen 20 Uhr war der Brand unter Kontrolle. Die Nachlöscharbeiten liefen die ganze Nacht hindurch und dauern auch Samstagfrüh noch an.
Der Autor dankt allen Einsatzkräften für die hervorragende und professionelle Zusammenarbeit vor Ort, ohne welche diese Fotoreportage nicht möglich gewesen wäre. Mögen alle Polizisten, Piloten, Bordtechniker und Sanitäter stets wohlbehalten von ihren Einsätzen zu ihren Familien zurückkehren.
Text & Fotos: Patrick Huber