Seit dem russischen Überfall auf die Ukraine im Jahr 2022 hat auch Österreichs Politik erkannt, wie wichtig ein starkes Bundesheer ist - nachdem es Politiker (fast) aller Parteien, vor allem allerdings jene der SPÖ (man denke an den erbärmlichen "Vergleich" von SPÖ-Verteidigungsminister Darabos, durch den die Anzahl der Eurofighter nicht nur reduziert, sondern die Flugzeuge auch noch technisch abgespeckt wurden; Darabos selbst genießt seine "Polit-Pension" auf einem gut dotierten Versorgungsposten im Burgenland), über Jahrzehnte zu Tode gespart hatten. Auch in der Bevölkerung ist das Ansehen des Bundesheeres gestiegen und die Erkenntnis, dass die Sicherheit Österreichs im Ernstfall in den Händen seiner couragierten Soldatinnen und Soldaten liegt setzt sich allmählich durch. So war es keine Überraschung, dass der Tag der offenen Tür am Samstag in Großmittel, der Heimat des traditionsreichen Panzergrenadierbataillons 35, gut besucht war.


Neben dem "Hausherrn" präsentierten sich auch andere Einheiten des Bundesheeres, darunter die Elite-Einheit Jagdkommando sowie die Luftstreitkräfte, die mit einem OH-58 Kiowa vertreten waren. Zivile Partner des Bundesheeres waren ebenfalls in der Jansa-Kaserne zu Gast, darunter verschiedene Feuerwehren der Region, der Sportfliegerclub Austria (SFCA) oder das Flugmuseum Aviaticum, beide auf dem noch in der k.u.k.-Zeit gegründeten Flugplatz Wiener Neustadt Ost ansässig.
Der Traditionsverband Heereskraftfahrwesen stellte einige seiner Fahrzeuge, darunter einen fahrbereiten Jagdpanzer Kürassier vor. Dieser effiziente Jagdpanzer war aufgrund der Kurzsichtigkeit der österreichischen Politik in Verteidigungsfragen bis 2013 ausgemustert worden - heute könnte man diese Panzer zu umbenannten fahrenden "Panzerdrohnen" umbauen und im Verteidigungsfall effizient einsetzen, wie der international angesehene Militärexperte Martin Rosenkranz, Gründer des Militärluftfahrtmagazins "airpower.at" und Autor bei "Militär Aktuell" auf Anfrage des Autors erklärte.


Einer der Höhepunkte war dann um 13:30 Uhr der Überflug einer Formation von Maschinen des Herstellers Diamond Aircraft, bei der die Typen DA-50, DA-42, DA-62 und DART-750 dem staunenden Publikum im Flug vorgeführt wurden.
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Text & Fotos: Patrick Huber