Österreich

Fotobericht: Flieger und Panzer in (und über) der Bundesheer-Kaserne in Großmittel

Jung und Alt nahmen den OH-58 Kiowa des Bundesheeres genau in Augenschein. Interessierte konnten im Cockpit Platz nehmen. - Fotos: www.der-rasende-reporter.info

Das Panzergrenadierbataillon 35 des Österreichischen Bundesheeres lud am Samstag zum Tag der offenen Tür in die Jansa-Kaserne nach Großmittel ein. Zu bestaunen war neben Panzern auch ziviles und militärisches Fluggerät am Boden und in der Luft. Für Austrian Wings berichtet Patrick Huber / www.der-rasende-reporter.info

Seit dem russischen Überfall auf die Ukraine im Jahr 2022 hat auch Österreichs Politik erkannt, wie wichtig ein starkes Bundesheer ist - nachdem es Politiker (fast) aller Parteien, vor allem allerdings jene der SPÖ (man denke an den erbärmlichen "Vergleich" von SPÖ-Verteidigungsminister Darabos, durch den die Anzahl der Eurofighter nicht nur reduziert, sondern die Flugzeuge auch noch technisch abgespeckt wurden; Darabos selbst genießt seine "Polit-Pension" auf einem gut dotierten Versorgungsposten im Burgenland), über Jahrzehnte zu Tode gespart hatten. Auch in der Bevölkerung ist das Ansehen des Bundesheeres gestiegen und die Erkenntnis, dass die Sicherheit Österreichs im Ernstfall in den Händen seiner couragierten Soldatinnen und Soldaten liegt setzt sich allmählich durch. So war es keine Überraschung, dass der Tag der offenen Tür am Samstag in Großmittel, der Heimat des traditionsreichen Panzergrenadierbataillons 35, gut besucht war.

Kameraden der deutschen Bundeswehr waren auf Einladung des Panzergrenadierbataillons 35 extra nach Niederösterreich gekommen. Das Panzergrenadierbataillon 35 unterhält eine Partnerschaft mit einem Verband der Bundeswehr, der mit dem Schützenpanzer Puma ausgerüstet ist.

Neben dem "Hausherrn" präsentierten sich auch andere Einheiten des Bundesheeres, darunter die Elite-Einheit Jagdkommando sowie die Luftstreitkräfte, die mit einem OH-58 Kiowa vertreten waren. Zivile Partner des Bundesheeres waren ebenfalls in der Jansa-Kaserne zu Gast, darunter verschiedene Feuerwehren der Region, der Sportfliegerclub Austria (SFCA) oder das Flugmuseum Aviaticum, beide auf dem noch in der k.u.k.-Zeit gegründeten Flugplatz Wiener Neustadt Ost ansässig.

Der Traditionsverband Heereskraftfahrwesen stellte einige seiner Fahrzeuge, darunter einen fahrbereiten Jagdpanzer Kürassier vor. Dieser effiziente Jagdpanzer war aufgrund der Kurzsichtigkeit der österreichischen Politik in Verteidigungsfragen bis 2013 ausgemustert worden - heute könnte man diese Panzer zu umbenannten fahrenden "Panzerdrohnen" umbauen und im Verteidigungsfall effizient einsetzen, wie der international angesehene Militärexperte Martin Rosenkranz, Gründer des Militärluftfahrtmagazins "airpower.at" und Autor bei "Militär Aktuell" auf Anfrage des Autors erklärte.

Schützenpanzer Puma S1 der deutschen Bundeswehr, ausgestattet mit einer 30mm-Kanone. Durch die seitliche Panzerung ist dieses Gefechtsfahrzeug sogar breiter als der Kampfpanzer Leopard, der bei der Bundeswehr und beim Österreichischen Bundesheer dient.
Von zwei verschieden hohen Sprungtürmen konnten sich mutige Besucher in die Tiefe stürzen.

Einer der Höhepunkte war dann um 13:30 Uhr der Überflug einer Formation von Maschinen des Herstellers Diamond Aircraft, bei der die Typen DA-50, DA-42, DA-62 und DART-750 dem staunenden Publikum im Flug vorgeführt wurden.

Weitere Fotimpressionen

Drohnen spielen in der modernen Kriegsführung und Landesverteidigung eine wichtige Rolle.
Kampfpanzer Leopard 2A4 des Bundesheeres in "Leopardine"-Sonderlackierung. Im Zuge der "Mission vorwärts" modernisiert Österreich auch seine gepanzerten Verbände.
Das Team des Sportfliegerclub Austria und des Flugmuseums Aviaticum informierte an seinem Stand die Besucher über die Geschichte der Luftfahrt in Wiener Neustadt und die Möglichkeiten zur Pilotenausbildung.
Auch Oldtimer-Fans kamen auf ihre Kosten. Hier ein Ural-Beiwagen-Gespann mit Anhänger.
Hüpfburg im Black Hawk Design.
Im Schützenpanzer Ulan konnten Besucher mitfahren. Das Interesse war riesig. Wer wollte, konnte sich vor Ort über eine Karriere beim Bundesheer als Panzermann oder Panzerfrau informieren.
Jagdpanzer Kürassier. Als Kürassiere wurden ursprünglich Reiter der schweren Kavallerie bezeichnet.
Viele Familien mit Kindern besuchten den Tag der offenen Tür. Das Bundesheer hat seit dem russischen Überfall auf die Ukraine in der Bevölkerung wieder massiv an Ansehen gewonnen, die Anerkennung der Notwendigkeit der militärischen Landesverteidigung ist mittlerweile wieder ein breiter gesellschaftlicher Konsens.
Die Kameradinnen und Kameraden der Gardemusik Wien sorgten für den musikalischen Rahmen. Gespielt wurde unter anderem der Kaiserjäger-Marsch, eines der Traditionsstücke des Bundesheeres.
Die Werkspiloten von Diamond Aircraft präsentierten höchste fliegerische Präzision.

Text & Fotos: Patrick Huber