Im Jahr 1976 beschaffte das Bundesheer 12 Pilatus PC-6 Porter und 12 OH-58 Kiowa. Die PC-6 ausgerüstet mit einer Propellerturbine, ist ein einmotoriger Schulterdecker mit festem Fahrwerk und Spornrad. Es besitzt hervorragende Kurzstart- und Landeeigenschaften, auch auf nichtbefestigten Flächen und ist beim Bundesheer für insgesamt acht Personen zugelassen.
Die Pilatus Porter wird für Transporte und Verbindungsflüge aller Art eingesetzt. Einige der Einsatzmöglichkeiten sind:
- Lastabwurf,
- Zielsack-Schlepp für Zieldarstellung (Fliegerabwehrwaffen),
- Luftbildflüge,
- Meßflüge,
- Krankentransport,
- Absetzmaschine für Fallschirmspringer,
- Schiaußenlandungen,
- Löschflüge (Flächenbrände).
Von den ursprünglich zwölf beschafften Maschinen stellte die kurzsichtige österreichische Politik, die das Bundesheer über Jahrzehnte "zu Tode sparte" allerdings vier Maschinen schon vor längerer Zeit außer Dienst. Eine Porter (3G-EI) war schon zuvor im Jahr 1984 bei einem Flugunfall verlorengegangen. Alle Insassen waren damals ums Leben gekommen: Hauptmann Josef Pichler, Gefreiter Peter Hoi sowie die Wehrmänner Johann Meyerhofer, Alois Schwaiger, Gerhard Haller und Isidor Millinger. Aktuell befinden sich 8 Flugzeuge im Dienst.
Der Bell OH-58 B "Kiowa" ist ein bewaffneter leichter Verbindungshubschrauber. Er ist die Militärversion des Bell 206 Jet Ranger und unterscheidet sich optisch auf den ersten Blick durch die freiliegende Antriebswelle des Heckrotors vom Modell 206. Der OH-58 einen Zweiblatt-Haupt- und Heckrotor mit (wie erwähnt) freiliegender Heckrotorwelle, ein Kufenlandegestell, ist mit einem Turbinentriebwerk ausgerüstet und für fünf Personen zugelassen.
Als bewaffneter Hubschrauber wird er in der Rolle als "Pfadfinder" bei Luftlandungen eingesetzt. Die weiteren Einsatzarten sind Verbindungs- und Beobachtungsflüge sowie Bildflüge (eigene Bildtüre) und Grenzraumüberwachung.
Von den zwölf beschafften OH-58 werden noch 10 vom Bundesheer genutzt. Zwei Maschinen gingen durch Abstürze verloren. Am 27. Februar 1992 kam es in den Triebener Tauer bei der 3C-OF zu einem Verlust der Heckroterwirksamkeit (LTE) und zu einem darauf folgenden Unfall. Der Bordtechniker, Offizierstellvertreter Peter Humer kam dabei ums Leben. Aus dem gleichen Grund verunglückte ein weiterer Kiowa (3C-OG) am 17. Juni 2014 bei einer Übung im Wattener Lizum. Der mitfliegende Stabswachtmeister Martin K. wurde getötet, die Pilotin sowie ein weiterer Insasse überlebten schwerverletzt.
Der Verlust von "nur" drei Luftfahrzeugen (1 PC-6, 2 OH-58) in einem halben Jahrhundert Flugbetrieb unterstreicht bei aller Tragik das hohe fliegerische Niveau des Bundesheer-Piloten und die ausgezeichnete Sicherheitsbilanz der österreichischen Luftstreitkräfte.
Am 2. Juli wurde das 50-jährige Einsatz-Jubiläum der PC-6 und des OH-58 auf dem Fliegerhorst Langenlebarn, den Austrian Wings aus Protest gegen die ungerechtfertigte, gegen den Willen von Bevölkerung und Truppe einzig und allein aus politischer Motivation heraus erfolgte Umbenennung weiterhin als Fliegerhorst Brumowski bezeichnet, ein Festakt statt. Daran nahmen aktive Techniker und Piloten aber auch viele Veteranen sowie Milizpiloten des Bundesheeres teil, die in ihren Hauptberufen große Boeing- und Airbus-Passagierflugzeuge fliegen. Präsentiert wurden dabei zwei extra für dieses Jubiläum entworfene Sonderlackierungen für die PC-6 bzw. den OH-58. Nach Abschluss des offiziellen Festaktes am Morgen wurde im kameradschaftlichen Rahmen bis in den Nachmittag hinein gefeiert.
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