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Piloten informieren zum Thema "Kontaminierte Kabinenluft"

Schon seit Jahren fordert die Vereinigung Cockpit, dass die Luft an Bord von Flugzeugen absolut frei von jeglichen giftigen Rückständen sein muss. Besonders Ölrückstände haben in der Atemluft an Bord nichts verloren – sie können potenziell starke Auswirkungen auf die Gesundheit der Passagiere und der Crews haben. Diese klaren Worte stammen von der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit, während Airlines und Hersteller das Thema negieren, ignorieren und herunterzuspielen versuchen.

Im Rahmen der Kampagne SafeSKY hat die Vertretung der Piloten dieses Thema auch als eines der Topthemen für die Arbeit der Vereinigung Cockpit identifiziert und mahnt deutliche Verbesserungen an.

Im Einzelnen fordert die Vereinigung Cockpit:

  • Abkehr vom Zapfluft-Systemen (von Boeing bei der 787 bereits umgesetzt, während Airbus das Vorhandensein des Problems abstreitet und beim A350 weiter auf Zapfluft setzt)
  • Einbau von Sensoren zur Erkennung von giftigen Substanzen in der Luft
  • Nachrüstung aller Flugzeuge mit Filtertechnologie

Um dieser Problematik noch einmal Nachdruck zu verleihen, hat die Vereinigung Cockpit einen kurzen Film auf ihrem YouTube-Kanal veröffentlicht:

Und der deutsche TV-Journalist, Luftfahrtsachverständige sowie Buchautor Tim van Beveren hat dazu einen brisanten Film produziert, der kürzlich in Berlin Premiere feierte - mehr Infos dazu hier. Im Rahmen der Premiere fand auch eine Pressekonferenz statt, bei der neue Erkenntnisse zum Thema präsentiert wurden.

(red / VC / Titelbild: Bei einem "Fume event", dem Eindringen toxischer Öldämpfe in die Flugzeugkabine, können Piloten Sauerstoffmasken aufsetzen, während die Passagiere den potentiell tödlichen Chemikalien schutzlos ausgeliefert sind, Symbolbild - Foto: Huber / Austrian Wings Media Crew