Österreich

Mehrere AUA-Langstreckenflüge wegen Flughafen Wien Sperre umgeleitet

AUA-Langstreckenflugzeug vom Typ Boeing 767-300ER, Symbolbild - Foto: www.der-rasende-reporter.info (bitte beachten Sie, dass dieses Bild urheberrechtlich geschützt ist und ausschließlich mit schriftlicher Genehmigung des Rechteeinhabers verwendet werden darf - Zuwiderhandlungen werden gemäß den Bestimmungen des Urheberrechtsgesetzes geahndet)

Der Flughafen Wien ist Heimatbasis der österreichischen Austrian Airlines. Deren Flugplan wird durch die wetterbedingte Sperre gehörig durcheinander gewirbelt. Der Flughafen Wien wird bis mindestens 11 Uhr gesperrt bleiben.

Als bedeutendste Fluglinie am Standort Wien sind die Auswirkungen der Flughafen-Sperre für die AUA besonders unangenehm. Wie bereits berichtet, musste der AUA-Flug aus Bangkok nach München umgeleitet werden und sitzt aktuell dort fest. OS 038 aus Newark, eine Boeing 787-9 Dreamliner (OE-LPL), landete ebenfalls in München. OS 042 (Boeing 767-300ER, OE-LAY) aus Washington steuerte statt Wien den Flughafen Graz an. Dadurch fehlen in Wien aktuell drei Langstreckenflugzeuge im AUA-Netzwerk. Das hat zwangsläufig erhebliche Auswirkungen auf die für heute geplanten Langstreckenfüge der Austrian Airlines, weil die Maschinen selbst bei Öffnung des Flughafens einfach nicht rechtzeitig zur Verfügung stehen. Dadurch verzögern sich auch die Rückflüge. Bis sich der Langstreckenflugplan wieder normalisiert hat, könnten so noch einige Tage vergehen.

AUA-Sprecherin Anita Kiefer gegenüber "Austrian Wings": "Über weitere Auswirkungen – weitere Umleitungen und Streichungen - auf unseren Flugplan informieren wir angesichts der aktuellen Lage zu einem späteren Zeitpunkt. Die Sicherheit unserer Passagiere und Crews hat stets oberste Priorität."

Die in München gestrandeten Passagiere der AUA-Flüge aus Bangkok und Newark werden laut AUA auf andere Flüge umgebucht. Wann diese Flüge aber in Wien eintreffen werden, ist noch unklar. Kiefer: "Bei umgeleiteten Flügen zu anderen Airports wird je nach Situation entschieden, wie im Lauf des Tages vorgegangen wird."

Es gilt auch zu beachten, dass die Besatzungen der beiden in München gelandeten AUA-Langstreckenflüge das Ende der maximal zulässigen Dienstzeit bald erreichen oder bereits erreicht haben, womit es ihnen aus Sicherheitsgründen sowie aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen nicht möglich ist, ihre Flugzeuge weiter nach Wien zu fliegen, sobald der Airport Schwechat wieder geöffnet ist. 

AUA-Sprecherin Anita Kiefer gegenüber "Austrian Wings": "Die Flugzeuge werden zu gegebener Zeit mit Überstellungsflügen zurück nach Wien geholt."

Die Wettersituation stellt also nicht nur den Flughafen Wien, sondern auch Österreichs wichtigste Fluggesellschaft vor enorme logistische Herausforderungen, wobei die AUA wieder einmal zeigt, dass für sie Sicherheit stets an erster Stelle steht, auch wenn das manchmal mit Unannehmlichkeiten für ihre Passagiere verbunden ist. Austrian Airlines zählt zu Recht zu den sichersten Fluggesellschaften der Welt. In der fast 70-jährigen Geschichte der Nachkriegs-AUA (Erstflug 1958) hatte die Fluggesellschaft nur einen einzigen tödlichen Unfall zu verzeichnen - und der ereignete sich im Jahr 1960. Eine derart positive Sicherheitsbilanz kann kaum eine andere Fluglinie auf der Welt vorweisen und sie ist sicherlich auch darauf zurückzuführen, dass die AUA sowohl ihre Piloten als auch Flugbegleiter deutlich intensiver ausbildet, als dies vom Gesetz her vorgeschrieben wäre.

Text & Foto: Patrick Huber

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