Während in Wien wegen ein bisschen Schneefall nichts mehr ging, lief der Betrieb im benachbarten Bratislava nach Plan. Dem Flughafen Linz Hörsching (eigentlich ein militärischer Fliegerhorst des Bundesheeres, der lediglich zivil mitgenutzt wird) bescherte das Chaos am österreichischen Hauptstadt Airport eine wahre Invasion von AUA-Flugzeugen, die in Wien nicht landen konnten.
Mindestens 6 Airbus A320, 1 Airbus A321 und sogar eine Boeing 787-9 der AUA landeten in Linz. Weil nicht bekannt war, wann der Flughafen Wien den Betrieb wieder aufnehmen würde, erfolgte der Transfer der Piloten und Flugbegleiter nach Wien. Am Nachmittag dann flog die AUA mit einem Embraer E195 Piloten von Wien nach Linz, damit diese Crews die in Linz gestrandeten Flugzeuge zurück nach Wien holen konnten.





Indes reißt die Kritik am Flughafen Wien nicht ab. Die "Austrian Wings" Redaktion erreichten im Laufe des heutigen Tages viele Nachrichten von VIE-Mitarbeitern, die nach eigenen Angaben frustriert darüber sind, dass, so der Tenor, "in den letzten Jahren immer mehr Personal in vielen Bereichen abgebaut" worden sei und deshalb "auch beim Winterdienst Chaos" herrsche. Durch die Personalreduktion in vielen Bereichen müssten "immer weniger Mitarbeiter noch mehr Arbeit" bewältigen. Hinter den Kulissen wird dieser Umstand auch als möglicher Grund dafür genannt, dass ein VIE-Mitarbeiter im April 2024 vergaß, bei einem nagelneuen A320neo der AUA die "Chocks" (Bremsklötze) beim Fahrwerk zu platzieren. Das Flugzeug machte sich daraufhin selbstständig und wurde so schwer beschädigt, dass es gut ein Jahr lang repariert werden musste. Auch wenn die Versicherung die Reparaturkosten übernahm, so musste die AUA auf eigene Kosten eine Leasingmaschine als Ersatz beschaffen.
(red TT, CvD)