Reportagen

Die Geschichte der Boeing 737 in Österreich

Eine Ära ist zu Ende gegangen. Fast 30 Jahre lang flogen die Boeing 737 der Lauda Air (und später der AUA) Fluggäste von Österreich aus in die Welt. Am 2. April wurde die letzte Maschine, die 737-800 mit dem Kennzeichen OE-LNK, im Rahmen einer kleinen Zeremonie ausgeflottet. Austrian Wings hatte im Jänner 2012exklusiv als erstes österreichisches Luftfahrtmedium über die ganz konkreten AUA-Pläne zur Ausflottung der 737berichtet und blickt nun zurück auf die Geschichte dieses eleganten Zweistrahlers in den Diensten von Lauda Air und Austrian.

Die erste 737-200 flog von April bis November 1980 in den Diensten der heimischen AUA. Dabei handelte es sich um die von Transavia geleaste PH-TVC, die im Jahr 1974 ihren Erstflug absolvierte. Sie erhielt jedoch lediglich einen Austrian-Sticker und blieb in den Niederlanden immatrikuliert.

Transavia Boeing 737-200 PH-TVC im Einsatz für die AUA - Foto: Alberto Storti
Transavia Boeing 737-200 PH-TVC im Einsatz für die AUA - Foto: Alberto Storti

Die erste in Österreich registrierte Boeing 737-200 wurde im Dezember 1985 bei der Lauda Air in Dienst gestellt.

Das fünf Jahre alte Flugzeug wurde ebenfalls von Transavia geleast, erhielt jedoch volle Lauda Air Farben und das österreichischen Kennzeichen OE-ILE.

Nach rund zweieinhalb Jahren Einsatz bei Lauda Air wurde die Maschine im April 1988 an Transavia retourniert und erhielt wieder die Kennung PH-TVX. Sie flog bis 1994 abwechselnd für Transavia und KLM. Im Jahr 1995 wurde sie an die irische Ryanair verkauft, bei der sie bis 2003 ihren Dienst versah, ehe sie im schottischen Prestwick verschrottet wurde.

Boeing 737-300

Am 19.8.1985 bestellte die Lauda Air ihr erstes Flugzeug direkt bei Boeing - eine 737-300. Es war gleichzeitig der Beginn einer langen Partnerschaft zwischen Lauda Air und dem amerikanischen Flugzeughersteller. Die Bestellung der zweiten Maschine ließ nicht lange auf sich warten, sie erfolgte im Februar 1986.

Die zweite Boeing 737-300 von Lauda Air mit der Registrierung OE-ILG, aufgenommen bei der Landung in Wien - Foto: Thomas Posch
Die zweite Boeing 737-300 von Lauda Air mit der Registrierung OE-ILG, aufgenommen bei der Landung in Wien; man beachte den "Partner of Lufthansa"-Schriftzug hinter dem Notausstieg über der Tragfläche - Foto: Thomas Posch

Am 28.7.1986 erhielt die Lauda Air mit der OE-ILF die im Jahr zuvor bestellte erste Boeing 737-300. Getauft wurde die mit 145 von 149 möglichen Sitzen ausgestattete Maschine auf den Namen des jamaikanischen Sängers Bob Marley.

Boeing 737-300 (OE-ILG) in den "Urfarben" von Lauda Air beim Landeanflug, aufgenommen 1989 - Foto: Thomas Posch
Boeing 737-300 (OE-ILG) in den "Urfarben" von Lauda Air beim Landeanflug, aufgenommen 1989 - Foto: Thomas Posch

1988 stieß mit der OE-ILG (Taufname „John Lennon“) die zweite 737-300 zur Flotte und ersetzte die 737-200 OE-ILE.

Ebenfalls die OE-ILG, aufgenommen 1990. Die Maschine trägt zusätzlich zu den "Lauda"-Titeln auch den Schriftzug "Airlines of Vienna" am Rumpf - Foto: Thomas Posch
Ebenfalls die OE-ILG, aufgenommen 1990. Die Maschine trägt zusätzlich zu den "Lauda"-Titeln auch den Schriftzug "Airlines of Vienna" am Rumpf - Foto: Thomas Posch

Die beiden 737-300 kamen überwiegend auf Charterflügen in die Mittelmeerregion zum Einsatz.

Boeing 737-300, OE-ILF, in Star Alliance Farben mit Lauda.-Sticker; Aufnahme vom Flughafen Wien, 2004 - Foto: Thomas Posch
Boeing 737-300, OE-ILF, in Star Alliance Farben mit Lauda-Sticker; Aufnahme vom Flughafen Wien, 2004 - Foto: Thomas Posch

Im Jahr 2003 wurde die OE-ILF, nachdem sie bisher sie verschiedene Versionen der Lauda Air – Farben getragen hatte, in Star Alliance Farben umlackiert. Nach der Übernahme der Lauda Air durch die AUA wurde die OE-ILF 2005 schließlich an die Slovak Airlines, an der die AUA beteiligt war, verleast und erhielt die Kennung OM-AAE.

Boeing 737-300 OE-ILF in neutralisierter Bemalung, aufgenommen im April 2007 - Foto: Thomas Posch
Boeing 737-300 OE-ILF in neutralisierter Bemalung, aufgenommen im April 2007 - Foto: Thomas Posch

Nach der Insolvenz der slowakischen Fluggesellschaft im Jahr 2007 ging die Maschine dann, mit der Kennung OM-ASC versehen, an Air Slovakia, welche die 737 bis zur Einstellung ihres Flugbetriebs im Jahr 2010 ein. Danach wurde sie in Lourdes, Frankreich verschrottet.

Die zweite Lauda Air 737-300, die OE-ILG, wurde im Zeitraum von 1989 bis 2001 auch zahlreiche Male an andere Gesellschaften verleast. So wurde sie unter anderem während eines Streiks der australischen Piloten drei Monate lang für Australian Airlines eingesetzt. Im Jahr 2002 wurde der Jet schließlich an die Regierung von Madagaskar verkauft und in eine VIP – Maschine umgebaut (Reg.: 5R-MRM). Seit 2011 ist sie mit der Kennung 5R-MFL in den Farben von Air Madagascar unterwegs.

Boeing 737-400

Am 4. September 1990 bestellte Lauda Air zwei Boeing 737-400. Die -400 Variante ist um genau 3 Meter länger als die 737-300, womit bei maximaler Bestuhlung insgesamt 168 Passagiere in ihr Platz finden können. Lauda Air bestuhlte ihre 737-400 mit 164 Sitzplätzen.

Boeing 737-400 (OE-LNI) von Lauda Air, aufgenommen im Februar 2005 in Innsbruck - Foto: Thomas Posch
Boeing 737-400 (OE-LNI) von Lauda Air, aufgenommen im Februar 2005 in Innsbruck - Foto: Thomas Posch

Die beiden Maschinen – OE-LNH ("Elvis Presley") und OE-LNI ("Janis Joplin")- wurden 1991 und 1993 ausgeliefert. Sie wurden beide mit Zusatztanks ausgestattet, um die Kanarischen Inseln von Wien aus – auch bei ungünstigen Windverhältnissen und voller Nutzlast - nonstop erreichen zu können.

Lauda Air Boeing 737-400, OE-LNH, aufgenommen im Jahr 1991 - Foto: Thomas Posch
Lauda Air Boeing 737-400, OE-LNH, aufgenommen im Jahr 1991 - Foto: Thomas Posch

Auch die OE-LNH wurde einige Male an andere Fluggesellschaften verleast. Unter anderem flog sie für Blue Panorama, Afriqiyah Airways und Alisea Airlines. Der Jet wurde im Jahr 2004 von Lauda Air / AUA ausgeflottet und fliegt seit diesem Zeitpunkt als UR-GAO bei Ukraine International Airlines. Die OE-LNI folgte ihrer Schwestermaschine im Jahr 2005 als UR-GAP und landete ebenfalls bei Ukraine International.

Boeing 737 NG

Nachdem sich bereits die vier Boeing 737-Classic als ideal für die von der Lauda Air beflogenen Charterstrecken erwiesen hatten, bestellte die Airline des ehemaligen Rennfahrers im Juni 1995 als erste österreichische Fluggesellschaft Boeing 737-Next Generation Flugzeuge. Der Auftrag über zwei Boeing 737-800 wurde im Rahmen der Paris Air Show bekanntgegeben und hatte damals einen Marktwert von 94 Millionen US-Dollar laut Listenpreisen. Die Auslieferung war für Mai 1998 angesetzt.

Boeing 737-800, OE-LNJ, in den Farben der Lauda Air; die Maschine verfügt noch nicht über die später nachgerüsteten Winglets; beachtenswert sind auch die noch Eyebrow-Windows über dem Cockpit, die später entfernt wurden - Foto: Thomas Posch
Boeing 737-800, OE-LNJ, in den Farben der Lauda Air; die Maschine verfügt noch nicht über die später nachgerüsteten Winglets; beachtenswert sind auch die noch Eyebrow-Windows über dem Cockpit, die später entfernt wurden - Foto: Thomas Posch

Durch Streiks bei Boeing verzögerte sich die Auslieferung der ersten Maschine allerdings auf Juli 1998. Das neue Flugzeug erhielt die Kennung OE-LNJ und wurde auf den Namen, des nur wenige Monate zuvor bei einem Verkehrsunfall tödlich verunglückten österreichischen Popstars "Falco" getauft.

Die Auslieferung der zweiten 737-800 (Taufname "Freddie Mercury") – OE-LNK- an Lauda Air folgte am 16.3.1999.

Ebenfalls 1999 wurden insgesamt sechs weitere Boeing 737 "Next Generation“ bestellt. Der Auftrag von Lauda Air umfasste zwei Boeing 737-600 sowie vier Boeing 737-700, mit einer Option auf vier weitere 737-700. Zwei bestellte 737-700 wurden jedoch später in 737-800 umgewandelt.

Als Ersatz für zwei CRJ100 stießen im Mai 2000 zwei kleinere Boeing 737-600 hinzu – OE-LNL ("Romy Schneider") und OE-LNM ("Albert Einstein").

Lauda Air (AUA) Boeing 737-600, OE-LNM, im Gletscher-Look - Foto: Thomas Posch
Lauda Air (AUA) Boeing 737-600, OE-LNM, im Gletscher-Look - Foto: Thomas Posch

Im April sowie Juni 2001 folgte die Auslieferung der zwei Boeing 737-700 - OE-LNO ("Greta Garbo") und OE-LNN ("Maria Callas"). Sie sollten, gemeinsam mit den beiden 737-600, hauptsächlich im innereuropäischen Linienverkehr eingesetzt werden.

Erste 737 mit Winglets in Österreich

Im März 2002 erweiterte die OE-LNP ("George Harrison") die Flotte der Lauda Air. Sie war die erste in Österreich registrierte Boeing 737 die mit Winglets, zur Reduzierung des Treibstoffverbrauchs, ausgestattet war.

 

Die "November Papa" war die erste in Österreich zugelassene 737 mit Winglets; auf dieser Aufnahme vom Jänner 2006 sind auch noch die später entfernten Eyebrow-Windows über dem Cockpit vorhanden - Foto: Thomas Posch
Die "November Papa" war die erste in Österreich zugelassene 737 mit Winglets; auf dieser Aufnahme vom Jänner 2006 sind auch noch die später entfernten Eyebrow-Windows über dem Cockpit vorhanden - Foto: Thomas Posch

Im Jahr 2003 wurde die OE-LNL langfristig an die US Navy verleast (Kennung N743NV) und dort für das Training von E-6 Mercury- Piloten eingesetzt.

Austrian Boeing 737-800 OE-LNQ im Steigflug - Foto: Christian Schöpf
Austrian Boeing 737-800 OE-LNQ im Steigflug - Foto: Christian Schöpf

Ende Dezember 2003 erhielt die Boeing 737-600 - OE-LNM - eine spezielle Lackierung im "Gletscherlook".

AUA bestellte weitere 737-800

Eine weitere Bestellung über eine Boeing 737-800 wurde am 12. Juli 2004 von der AUA in Auftrag gegeben, somit waren zu diesem Zeitpunkt vier Boeing 737-800 bestellt.

Die erste der im März 2003 bestellten 737-800 wurde im April 2005 in Lauda Air- Farben ausgeliefert - OE-LNR ("Frank Zappa"). Weiters wurde im Juni 2005 die OE-LNS ("Miles Davis") an die AUA übergeben.

Im gleichen Jahr wurde auch eine 737-800 wieder zu Gunsten einer Boeing 777 abbestellt, somit war nur mehr eine 737-800 Bestellung offen. Die Auslieferung dieser Maschine erfolgte im Mai 2006. Sie erhielt das Kennzeichen  OE-LNT und den Taufnamen "Kurt Cobain", was AUA-intern angesichts der Drogenvergangenheit und des Selbstmordes des Künstlers zu Kontroversen führte.

Im gleichen Zeitraum wurde damit begonnen, die älteren 737-800 ebenfalls mit den treibstoffsparenden Winglets nachzurüsten. Die erste Maschine, die einen "Retrofit" erhielt, war im März 2007 die OE-LNJ.

Nach der Umrüstung der OE-LNK im Mai 2007 waren nun alle 737-800 in der AUA/Lauda Flotte mit Winglets ausgestattet.

737 goes AUA-Colors

Im April 2008 erhielt die Boeing 737-700 OE-LNN, als erstes Boeing-Standardrumpfflugzeug seit 1969, die vollen Austrian Airlines–Farben. (In 1969 flog eine von der Sabena geleaste Boeing 707-329 mit der Registrierung OE-LBA in den Farben der AUA auf der Strecke Wien - New York, Anm. d. Redaktion; der Jet flog noch Mitte der 1990er Jahre, und zwar für die israelischen Luftstreitkräfte).

Noch im selben Monat erhielt auch die 737-600 OE-LNM die AUA Lackierung. Zudem wurden im gleichen Jahr auch beide 737-700 mit Winglets aufgerüstet.

Lauda Air Boeing 737-700 OE-LNO - Foto: Chris Jilli
Auch die beiden 737-700 wurden mit Winglets ausgestattet - hier die OE-LNO - Foto: Chris Jilli

Im Dezember 2009 wurde schließlich, nach knapp 6 Jahren Auslandsaufenthalt, die OE-LNL von der US Navy an die AUA retourniert. Auch sie wurde von den ausgebleichten Lauda in die AUA- Farben umlackiert.

Nach der Retournierung von der US Navy stand auch die OE-LNL in den Diensten der AUA - Foto: Chris Jilli
Nach der Retournierung von der US Navy stand auch die OE-LNL ab Dezember 2009 in den Diensten der AUA - Foto: Chris Jilli

2010 wurde dann die gesamte 737-Flotte, bis auf die OE-LNK, in AUA-Farben umlackiert. Die 2006 gebaute OE-LNT erhielt dabei die Star Alliance Sonderlackierung. Bei dieser Gelegenheit änderte die AUA auch die Taufnamen der Boeing 737.

Die 737-800 OE-LNT erhielt 2010 Star Alliance - Farben - Foto: Chris Jilli
Die 737-800 OE-LNT erhielt 2010 Star Alliance Farben - Foto: Chris Jilli

Ausflottung

Am 5. Jänner 2012 berichtete Austrian Wings als erstes österreichisches Luftfahrtmagazin exklusiv über die geplante Ausflottung der AUA-737, was von der Pressestelle des Unternehmens zunächst lediglich mit einem aussagekräftigen "Kein Kommentar" de facto bestätigt wurde. Wenige Tage später verlautbarte das Unternehmen dann offiziell, was Austrian Wings bereits vorab berichtet hatte.

Der erste Subtyp, der die Flotte verließ, war die 737-600 Serie. Beide Maschinen (OE-LNL und OE-LNM) wurden im Mai beziehungsweise April 2012 in das britische St. Athan überstellt, wo sie verschrottet wurden.

Austrian Airlines Boeing 737-600 - OE-LNL - Foto: C. Jilli / Austrian Wings
Austrian Airlines Boeing 737-600 - OE-LNL - Foto: C. Jilli / Austrian Wings

Das gleiche Schicksal ereilte die beiden gerade einmal 11 Jahre alten 737-700 - sie wurden auf den britischen Flugzeugfriedhof in Kemble überstellt.

Die OE-LNO vor dem AUA-Hangar kurz vor dem Abflug nach Großbritannien - Foto: Austrian Wings Media Crew
Die Boeing 737-700, OE-LNO vor dem AUA-Hangar kurz vor dem Abflug nach Großbritannien - Foto: PA / Austrian Wings Media Crew
Die beiden 737-700 - OE-LNN und OE-LNO - hier während der Verschrottung in Kemble - waren zum Zeitpunkt der Ausmusterung nur 11 Jahre alt - Foto: Simon Moore
Die beiden 737-700 - OE-LNN und OE-LNO - hier während der Verschrottung in Kemble - waren zum Zeitpunkt der Ausmusterung nur 11 Jahre alt - Foto: Simon Moore

Die erste 737-800 – OE-LNJ - wurde im Oktober 2012 außer Betrieb genommen und im Monat darauf nach Shannon geflogen. Sie erhielt zwischenzeitlich die irische Kennung EI-EZB, wurde jedoch im März 2013 auf G-GDFP umregistriert. Sie wird künftig ihre Dienste für Jet2.com versehen.

Die Boeing 737-800 OE-LNJ mit entferntem "Austrian"-Schriftzug Ende Oktober vor dem AUA-Hangar - Foto: Chris Jilli / Austrian Wings
Die Boeing 737-800 OE-LNJ mit entferntem "Austrian"-Schriftzug Ende Oktober vor dem AUA-Hangar - Foto: Chris Jilli

Ebenfalls für Jet2.com fliegt auch die ehemalige OE-LNQ – sie durchlief, mit einem Monat Zeit Verzögerung, das gleiche Prozedere wie OE-LNJ. Mit den einzigen Unterschieden, dass ihre Interimskennung EI-EZH lautete und sie jetzt als G-GDFR immatrikuliert ist.

OE-LNQ in AUA-Grundfarben - sie fliegt bald für Jet2.com - Foto: Chris Jilli
OE-LNQ in AUA-Grundfarben - Foto: Chris Jilli

Die OE-LNS wurde im Dezember 2012 aus dem Flugdienst der AUA genommen und anschließend, im Jänner 2013, in den Farben ihres neuen Eigentümers AeroMexico umlackiert. Am 25.1.2013 wurde sie, mit der neuen Kennung N342AM, von Wien via Reykjavik und New York JFK nach Kansas City, zur Kabinenausstattung überstellt.

Die OE-LNS in den Farben von Aeromexico in Wien - Foto: Austrian Wings Media Crew
Die OE-LNS in den Farben von Aeromexico in Wien - Foto: Austrian Wings Media Crew

Die jüngste AUA 737 (OE-LNT) fliegt seit 5. März mit der Registrierung 4X-EKU für ihren neuen Eigentümer El Al, nachdem sie im Jänner 2013 aus dem Flugbetrieb genommen wurde.

OE-LNT in El Al Farben - Foto: Chris Jilli
OE-LNT in El Al Farben - Foto: Chris Jilli

Dem Vernehmen nach wird die OE-LNR, die seit Februar 2013 komplett weiß lackiert ist, bald für die tschechische Travel Service unterwegs sein.

OE-LNR in weiß - Foto: Chris Jilli
OE-LNR in weiß - Foto: Chris Jilli

Die in Lauda Air Farben bemalte OE-LNK absolvierte ihren letzten Linienflug am 30. April von Maskat nach Wien. Die in Austrian Livery gehaltene OE-LNP wurde am gleichen Tag nach der Rotation Wien-Barcelona-Wien stillgelegt. Kurios: In den letzten Monaten ihrer Dienstzeit flog die LNK mit den Titeln "Lauda Air, The Austrian Way to Holidays, operated by Tyrolean".

Lauda Air Boeing 737-800 - Foto: Chris Jilli
Boeing 737-800 OE-LNK in Lauda Air Farben; sie war eine der beiden letzten Boeing 737 der AUA; mit ihrer Ausmusterung geht auch die Geschichte der Lauda Air endgültig zu Ende - Foto: Chris Jilli
Die OE-LNK kurz vor ihrer Ausmusterung. Im Hintergrund die OE-LNR, bereits weiß lackiert - Foto: Austrian Wings Media Crew
Die OE-LNK kurz vor ihrer Ausmusterung. Im Hintergrund die OE-LNR, bereits weiß lackiert - Foto: Austrian Wings Media Crew

Auch sie wurden laut AUA an eine irische Firma veräußert.

Austrian Airlines Boeing 737-800 OE-LNP auf dem Flughafen Wien, aufgenommen am 28. März 2013 - Foto: PA / Austrian Wings Media Crew
Austrian Airlines Boeing 737-800 OE-LNP auf dem Flughafen Wien, aufgenommen am 28. März 2013 - Foto: PA / Austrian Wings Media Crew

Das Ende einer Ära

Zwar sind nach der Ausflottung der AUA-737 noch immer 7 Flugzeuge dieses Typs im österreichischen Luftfahrzeugregister immatrikuliert, doch handelt es sich hierbei um Frachter, respektive VIP-Jets. Die Ära der kommerziellen 737-Passagierluftfahrt in Österreich endete daher - vermutlich unwiderruflich - nach 28 Jahren am 2. April des Jahres 2013 mit der Stilllegung der letzten Lauda Air / AUA Boeing 737. We will miss you, "Bobby"!!

Ende einer Ära: Niki Lauda holte die 737 nach Österreich, die letzte ausgeflottete Maschine dieses Typs trug noch immer den "Lauda"-Schriftzug; im Vordergrund ist die Heckflosse eines NIKI-Fliegers zu erkennen - Foto: PA / Austrian Wings Media Crew
Ende einer Ära: Niki Lauda holte die 737 nach Österreich, die letzte ausgeflottete Maschine dieses Typs trug noch immer den "Lauda"-Schriftzug; im Vordergrund ist die Heckflosse eines NIKI-Fliegers zu erkennen - Foto: PA / Austrian Wings Media Crew

(red CJ, CvD / Titelbild: Die Transavia Boeing 737-200 in Lauda Air Farben und mit der österreichischen Registrierung OE-ILE, aufgenommen 1987 in Salzburg - Foto: Markus Buttinger)